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03. Dezember 2016 | 05:40 Uhr

Remis bei EM-Generalprobe : Deutsche Handballerinnen mit starker Aufholjagd

vom

Mit einer starken Aufholjagd haben sich die deutschen Handballerinnen Selbstbewusstsein für die EM geholt. Das Team von Trainer Biegler macht im letzten Test einen Zehn-Tore-Rückstand wett und erkämpft sich ein 28:28 gegen Schweden.

Mit einer furiosen Aufholjagd haben sich die deutschen Handballerinnen auf die Europameisterschaft eingestimmt. Nach einem 10:20 zur Halbzeit erkämpfte sich die Mannschaft von Trainer Michael Biegler noch ein 28:28 im letzten EM-Testspiel gegen Schweden in Trier.

«So etwas gibt richtig Selbstvertrauen für die EM. Wir haben gezeigt, dass wir mit tollem Kampfgeist selbst gegen eine Topmannschaft einen Zehn-Tore-Rückstand aufholen können. Aber die erste Hälfte war auch ein Warnsignal, was wir unbedingt vermeiden müssen», sagte Spielführerin Anna Loerper mit Blick auf die Titelkämpfe vom 4. bis 18. Dezember.

Bereits am Samstag hatten sich die DHB-Frauen von den Schweden 24:24 getrennt, doch das Duell einen Tag später vor 1723 Zuschauern war weitaus spektakulärer. Zu verdanken hatte die DHB-Auswahl das Unentschieden vor allem Torfrau Dinah Eckerle, die in 40 Minuten 17 Würfe abwehrte und eine Weltklasseleistung bot.

Da konnte sogar der zuvor mächtig verärgerte Bundestrainer Biegler lachen: «Wir haben ein Projekt, das ist die Heim-Weltmeisterschaft 2017. Wir werden uns nicht von diesem Weg abbringen lassen. Egal, was kommt», sagte er eine Woche vor dem ersten EM-Spiel gegen den WM-Zweiten Niederlande.

Biegler und sein Assistent, DHB-Sportdirektor Wolfgang Sommerfeld, arbeiten hartnäckig an diesem Projekt. «Grundlage für alles ist eine stabile Defensive. Und wegen der Abwehr bekomme ich weder im Hinblick auf die EM noch das Ziel WM 2017 Bauchschmerzen», sagte Biegler, der seit April im Amt ist. Der 55-Jährige lobte dabei die Defensive. «Unser Rückzugverhalten war am Samstag deutlich besser, so konnten wir Schweden unter Druck setzen.»

Im Angriff ist hingegen noch Steigerungsbedarf. «Wir haben gesehen, woran wir noch arbeiten müssen: Die Chancenverwertung und das Feintuning in der Offensive. Man hat gesehen, dass unser bisheriger Schwerpunkt die Abwehrarbeit war», sagte Rechtsaußen Svenja Huber. Die Spielerin von Borussia Dortmund war am Samstag mit acht Treffern (darunter sechs Siebenmeter) die erfolgreichste deutsche Werferin.

Angesichts der Tatsache, dass in Nadja Nadgornaja (schwanger) sowie Xenia Smits und Shenia Minevskaja (beide verletzt) drei wichtige Rückraumspielerinnen fehlten und auch bei der EM nicht dabei sein werden, schlug sich die deutsche Mannschaft gegen den EM-Dritten wacker. «Wir haben schon viele gute Ansätze gezeigt, aber sehen auch genau, was bis zur EURO noch angegangen werden muss», meinte die routinierte Isabell Klein vom französischen Club Nantes.

Bei der Europameisterschaft trifft die DHB-Auswahl in Kristianstad auf die Niederlande (4. Dezember, 18.30 Uhr), den Olympia-Zweiten Frankreich (6. Dezember, 20.45 Uhr) und den WM-Vierten Polen (8. Dezember, 18.30 Uhr). Die drei besten Mannschaften qualifizieren sich für die Hauptrunde. «Unser Ziel ist das Weiterkommen, allein um im Hinblick auf die WM 2017 drei weitere Partien auf Topniveau zu haben», ergänzte Biegler, der für den Falle des Scheiterns schon einmal vorbaut: «Angesichts der kurzen Vorbereitung nehme ich alle Schuld auf mich, sollten wir nicht weiterkommen. Aber ich bin sicher, dass es nicht so weit kommt.»

Deutscher Handballbund

Handball-Europameisterschaft Schweden

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erstellt am 27.Nov.2016 | 17:28 Uhr

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