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09. Dezember 2016 | 04:54 Uhr

Martina Strutz wechselt nach Hagenow : Auf Höhenjagd für den HSV

vom
Aus der Onlineredaktion

SSC-Stabhochspringerin Martina Strutz wechselt vom Schweriner SC zum Hagenower SV, für den sie 2011 schon WM-Silber holte

Stabhochspringerin Martina Strutz wechselt im Spätsommer ihrer Karriere noch einmal den Verein. Die 35 Jahre alte Olympia-Neunte von Rio verlässt den Schweriner SC und startet künftig wieder für den Hagenower SV – Kurzform: HSV. Für den Verein war die Athletin bereits in ihrem großen Erfolgsjahr 2011 auf Höhenjagd gegangen und mit 4,80 m in Südkorea Vizeweltmeisterin geworden.

„Ich freue mich auf den Hagenower SV und bedanke mich zugleich beim Schweriner SC und vor allem auch bei meinen bisherigen Sponsoren com.in und Polytan, die vor zwei Jahren meine Rückkehr vom SC Neubrandenburg zum SSC ermöglicht hatten“, sagt Martina Strutz, die in diesem Jahr als einzige die MV-Leichtathletik bei Olympia vertrat und zuvor schon Zehnte der EM in Amsterdam war.

Wenngleich die genannten Sponsorenverträge jetzt ausliefen und der Hagenower SV ihr im Gegensatz zum SSC, der ihr nur ein weiteres Startrecht einräumen konnte, auch bei der Sponsorensuche unter die Arme greift, sei ihr Wechsel nicht finanziell begründet. „Um richtig Geld zu verdienen, hätte ich in ein anderes Bundesland gehen und mich beispielsweise Bayer Leverkusen anschließen müssen“, betont die Athletensprecherin des Deutschen Leichtathletik-Verbandes. „Aber natürlich muss man sich Leistungssport auch leisten können.“

Möglichst noch vier Jahre möchte die gebürtige Schwerinerin ihren Sport auf höchstem Niveau ausüben mit dem großen Ziel: Olympia 2020 in Tokio. „Das braucht jede Menge Motivation. Deshalb gehe ich bewusst erneut den Weg, der schon einmal unheimlich erfolgreich war“, sagt sie. So habe sie 2010 mit ihrem ersten Engagement in Hagenow und dem Beginn ihrer Zusammenarbeit mit Trainer Thomas Schuldt das Tor zur Weltspitze durchschritten. „An die Zeit denke ich immer noch oft und gern zurück. Neben den Erfolgen vor allem auch an viele nette Gespräche mit Sportlern und Eltern und an das schöne Gefühl, auch aufgefangen zu werden, wenn es gerade mal nicht so läuft. Das ist alles sehr familiär dort und deshalb fühlt sich der Wechsel jetzt irgendwie auch an wie ein Art Nach-Hause-Kommen.“

Auf eine zunächst zweijährige Zusammenarbeit hat sich die erfolgreichste deutsche Stabhochspringerin dieses Jahrzehnts mit dem Hagenower SV geeinigt. „Per Handschlag, mehr braucht es zwischen uns nicht“, sagt HSV-Leichtathletikchef Fred Bahr, schon „Mentor“ der Athletin im ersten Hagenower Jahr.

„Unser Projekt mit Martina war organisatorisch und finanziell auf zwei Jahre, bis zu Olympia in Rio angelegt“, sagt SSC-Leichtathletik-Vize Gerd Wessig. „Dass sie sich noch einen Olympiazyklus vornimmt – Donnerwetter! Natürlich wünschen wir ihr dafür alles Gute und drücken ihr die Daumen.“

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erstellt am 30.Nov.2016 | 21:00 Uhr

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