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Volleyball : SSC will den Schwung mitnehmen

vom
Aus der Redaktion der Zeitung für die Landeshauptstadt

SSC-Sechser will nach 3:1-Auftaktsieg morgen im zweiten Play-off-Finalspiel in Stuttgart nachlegen

Die Freude ist groß im Lager der SSC-Volleyballerinnen – die Euphorie hingegen köchelt bislang allerhöchstens auf Sparflamme. Logisch, denn der 3:1-Heimsieg (22, -19, 25, 23) über Allianz MTV Stuttgart zum Auftakt der Meisterschaftsfinalserie vom Mittwochabend ist – bislang – nur eine schöne Momentaufnahme. Erst wenn diesem ersten noch zwei weitere Siege gegen den amtierenden deutschen Pokal- und Supercupgewinner nachfolgen, darf der SSC den ersten deutschen Meistertitel seit 2013 und den elften der Vereinsgeschichte feiern. Und Stuttgart wiederum müsste weiterhin auf seine erste Meisterschaft überhaupt warten.

Dass der Weg dorthin noch eine ganz steinige Angelegenheit werden kann, wurde am Mittwoch Akteuren und Zuschauern gleichermaßen deutlich vor Augen geführt. „Hier standen sich zwei starke Mannschaften gegenüber, die sich sehr gut kennen und taktisch gut vorbereitet in die Partie gingen“, sagte SSC-Trainer Felix Koslowski. „Da hat keiner keinem etwas geschenkt. Mal zwei, drei Punkte vorn zu liegen – das sagt in diesem Duell gar nichts. Da kann immer noch alles passieren.“

Diese Erkenntnis hat natürlich ebenso Gültigkeit für die morgige zweite Partie, die um 19.30 Uhr in der sicherlich ebenfalls pickepackevollen Stuttgarter SCHARRena angepfiffen wird. „Wir müssen uns mit Blick auf das Spiel am Sonnabend zweierlei im Kopf ganz klarmachen: dass wir auf dem Weg zum Titel bisher nur den ersten Schritt vollzogen haben und dass Stuttgart immer dann am stärksten ist, wenn die Mannschaft mit dem Rücken zur Wand steht“, fordert der Schweriner Coach und verspricht: „Wir werden voll aggressiv ins Spiel gehen, ganz so, als wäre es die letzte und entscheidende Partie.“

Auf keinen Fall dürfe es an Konzentration und Einsatz mangeln wie in einer kurzen Phase mitten in der Mittwochpartie, als zwei, drei Bälle runterfielen, nach denen sich niemand wirklich gestreckt hatte. „Und wenn da drei mit den Köpfen zusammenrauschen – wer dort hätte hinmüssen und wer wegbleiben, das können wir später klären. Hauptsache erstmal, es wird gekämpft“, bringt es Felix Koslowski bewusst drastisch auf den Punkt.

Wie auch immer, die Botschaft ist bei seinen Mädels angekommen. „Wir haben uns noch kein Polster erarbeitet, so zu denken, wäre der falsche Ansatz. Wir haben wirklich erst den ersten Schritt getan“, sagt Libero und Mannschaftskapitän Lenka Dürr. Aber darauf lasse sich aufbauen. „Und darum geht es jetzt.“

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erstellt am 21.Apr.2017 | 12:00 Uhr

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