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SSC

30. Juni 2016 | 12:19 Uhr

Volleyball : SSC-Coach neuer Bundestrainer

vom
Aus der Redaktion des Güstrower Anzeiger

Felix Koslowski soll mit Münsters Trainer Andreas Vollmer als Assistent die deutschen Volleyballerinnen zu Olympia nach Rio führen

Die deutschen Volleyball-Frauen bekommen als neuen Bundestrainer einen alten Bekannten vorgesetzt: Felix Koslowski. Am Sonntag gegen 22.30 Uhr erhielt der Coach des Schweriner SC und langjährige Co-Trainer der DVV-Auswahl einen Anruf. Assistiert vom Münsteraner Bundesliga-Trainer Andreas Vollmer (49) soll der 31-Jährige die Nachfolge des Ende Oktober wegen Erfolglosigkeit freigestellten Luciano Pedullà antreten und zunächst für die Phase der Olympia-Qualifikation die Geschicke der Nationalmannschaft leiten.

„Wir haben uns bewusst für Trainer der Bundesliga entschieden, da sie unsere Spielerinnen kennen und keine Eingewöhnungszeit benötigen“, erläuterte DVV-Sportdirektor Ralf Iwan die Personalwahl. Koslowski und Vollmer seien zudem „ausgewiesene Kenner der internationalen Szene“.

„Ich bin mir noch gar nicht so sicher, ob man mir zu der Ernennung gratulieren sollte“, wehrte Felix Koslowski gestern ab und ergänzte: „Ohne Frage fühle ich mich sehr geehrt, dass der Verband der Meinung ist, ich könne helfen. Aber die Situation ist alles andere als einfach.“

Im Klartext: Das Olympia-Ticket steht infrage, denn die „Road to Rio“ hat noch ganze zwei Ausfahrten. Der Sieger des Turniers von Ankara kann schon am 9. Januar einen Haken hinter die Quali machen. Mit Holland, Gastgeber Türkei und Kroatien sind aber schon in der Vorrunde hohe Hürden vor dem DVV-Sechser aufgebaut. Als Halbfinalgegner würden aus der anderen Gruppe Russland, Italien, Belgien oder Polen warten. Selbst die Turnierränge zwei oder drei wären zumindest ein Strohhalm, da diese die Teilnahme bei der letzten Quali im Mai in Japan sichern würden. Von den dortigen acht Startern lösen die drei Erstplatzierten und das beste asiatische Team noch Olympia-Tickets.

„Rio zu erreichen, wird auf jeden Fall sauschwer. Aber wir wollen alles tun, es mit Hilfe aller Bundesligisten hinzubekommen“, sagt der neue Bundestrainer.

Bis zum 19. Dezember aber zähle vorerst weiter nur der SSC. „Bis dahin haben wir mit dem EC-Spiel an diesem Donnerstag in Olomouc sowie in der Bundesliga und im DVV-Pokal noch viele wichtige Spiele. Erst danach bin ich Bundestrainer.“

Seine Auswahl-„Schäfchen“ kann das Trainerduo ohnehin erst am 26. Dezember zusammenziehen. In Schwerin, das hat sich Felix Koslowski ausbedungen. So könne Davide Carli das SSC-Training leiten (Felix: „Seit drei Jahren ist er mein Co-Trainer, ihm vertraue ich voll.“), aber er sei auch dann zumindest immer vor Ort.

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erstellt am 09.Nov.2015 | 21:00 Uhr

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