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SSC

07. Dezember 2016 | 21:20 Uhr

Volleyball: SSC : „Jetzt wollen wir auch den Pokal“

vom
Aus der Redaktion der Zeitung für die Landeshauptstadt

Nach dem souveränen Einzug ins DVV-Pokalfinale mit dem 3:0 von Potsdam strotzt der SSC vor Zuversicht

Auf drei Hochzeiten – Bundesliga, europäischer Challenge Cup und DVV-Pokal – wollen die Volleyballerinnen des Schweriner SC in dieser Saison nicht nur tanzen, sondern mit den Takt angeben, sprich: in die Finals einziehen. Das hatte Trainer Felix Koslowski als Saisonziel verkündet.

Teil eins dieses Versprechens erfüllte seine Mannschaft am Mittwochabend. Mit einem souveränen 3:0 (22, 15, 16) im Halbfinale vor 1816 Zuschauern – davon rund 300 SSC-Fans – beim SC Potsdam spielte sich der fünfmalige DVV-Pokalsieger aus Schwerin erstmals seit 2013 wieder ins Endspiel des nationalen Cup-Wettbewerbs.

Dass er in diesem am 29. Januar 2017 in Mannheim wie erwartet auf Supercupsieger Allianz MTV Stuttgart trifft, hing am Mittwochabend lange am seidenen Faden, ehe Stuttgart daheim die eigenen Nerven und den Gegner, die Roten Raben Vilsbiburg, in den Griff bekam und mit einem 3:2 (-23, -17, 18, 13, 8) doch noch den Finaleinzug perfekt machte.

Die Nerven waren auch in Potsdam zunächst das beherrschende Thema. Das wurde offenbar, als von den ersten sieben SSC-Aufschlägen drei im Aus und einer im Netz landeten. „Wir wollten aggressiv aufschlagen, da kann sowas passieren“, sagte Trainer Koslowski und bekannte, in der Phase ganz bewusst nicht gezuckt zu haben. „Wenn du als Trainer draußen herumtanzt, wird niemand ruhiger.“

Den ersten Satz zu meistern, sei in dem Spiel die große Kunst und zugleich der Knackpunkt gewesen. „Wir wollten unbedingt ins Finale und waren durch den Druck sehr nervös, doch Potsdam auch. Wir haben im ersten Satz nicht gut gespielt, aber es ist wichtig, gerade auch solche Sätze zu gewinnen. Und mit dem Doppelwechsel Dannemiller/Lippmann und Gebhardt/Hanke beim Stand von 19:20 hatten wir das entscheidende Momentum für uns. Danach lief dann beinahe alles glatt. Wir waren spielerisch gut, aber nicht sehr gut.“

Dass der SSC nun auch den Pokal will, versteht sich für den Coach von selbst. „Dabei ist es mir auch egal, wer der Gegner ist. Wir sind so gefestigt, dass wir gegen jeden bestehen können“, sagt er selbstbewusst.

Doch Mannheim ruft erst in zwei Monaten. Bereits am Sonntag ist der SSC bei Aufsteiger Schwarz-Weiß Erfurt gefordert (14.30 Uhr). „Das ist beinahe noch schwieriger“, sagt der Trainer: „Wenn du dein erstes Saisonziel erreicht hast, ist es normal, dass erst einmal die Spannung abfällt. Sich dann schnell wieder zu fokussieren, ist nicht so einfach.“

Umso bewusster arbeitet er mit seinem Trainerteam an dieser Aufgabe. Nach dem gestrigen freien Tag wird heute in zwei und morgen Vormittag in einer Trainingseinheit konzentriert auf das Spiel in Erfurt hingearbeitet, ehe sich am Nachmittag der SSC-Tross nach Thüringen in Marsch setzt.

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erstellt am 24.Nov.2016 | 20:45 Uhr

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