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SSC

05. Dezember 2016 | 09:33 Uhr

Neue Spielerin für SSC : Blitzschneller „Traumtransfer“

vom
Aus der Redaktion der Zeitung für die Landeshauptstadt

Nationalspielerin Maren Brinker, „Volleyballerin des Jahres“ 2015, schmettert ab sofort für den Schweriner SC. Ihr Debüt hat sie im Spiel gegen Dresden

Am Ende ging alles sehr schnell. „Wir haben am Dienstag gesprochen. Am Freitag bin ich aus der Türkei in die Heimat geflogen. Am Montag kam die Freigabe und am Dienstag war ich hier“, beschreibt Maren Brinker das Zustandekommen des „Traumtransfers“ (Trainer Felix Koslowski) der Volleyball-Nationalspielerin zum Bundesliga-Rekordmeister Schweriner SC. Maren Brinker schließt als vierte Außenangreiferin neben Lousi Souza Ziegler, Jennifer Geerties und Ariel Gebhartdt eine wichtige Lücke in den Reihen des SSC. „Wir hatten mehrere Spielerinnen zum Probetraining, aber die Richtige war nicht dabei. Unsere Geduld hat sich ausgezahlt. So einen Transfer gibt es eigentlich gar nicht, das ist ein Glücksfall“, urteilt Felix Koslowski.

„Wir hatten schon 2009 darauf gehofft, Maren unter Vertrag nehmen zu können“, berichtete Johannes M. Wienecke von der SSC-Teamleitung bei der gestrigen Vorstellung der neuen Spielerin in der Palmberg-Arena. „Ihr damaliger Verein Bayer Leverkusen hatte den Rückzug aus der ersten Liga erklärt und sie war frei. Damals hat sie sich anders entschieden.“

Sieben Jahre und sechs Stationen später hat es dann doch geklappt, die „Volleyballerin des Jahres“ von 2015 nach Mecklenburg zu holen. Und dabei spielte der Zufall eine große Rolle. Die 30-Jährige steht seit dem Sommer beim türkischen Club Idman Ocagi Trabzon unter Vertrag. Doch dem sprang kurzfristig der Hauptsponsor ab, Altschulden konnten nicht bedient werden. Als Konsequenz entzog der Weltverband allen ausländischen Akteurinnen die Spielberechtigung. In Schwerin fingen die Verantwortlichen an, alle Möglichkeiten einer Verpflichtung auszuloten und „konnten in kurzer Zeit eine Lösung finden. Und wir haben gerne auf so eine hochkarätige Spielerin gewartet“, erzählt Wienecke.

„Ich habe die organisatorischen Abläufe in der Türkei beobachtet, das machte nicht wirklich Hoffnung“, beschreibt Maren Brinker die jüngste Vergangenheit. „Meine Familie war ohnehin nicht glücklich mit meinem ,Abenteuer Türkei‘. Da musste ich mir über meine Zukunft Gedanken machen. In Schwerin finde ich das Gesamtpaket optimal. Ich weiß, wie Felix Koslowski als Trainer in der Halle tickt und was Michael Döring im Athletiktraining macht. Zudem kenne ich einige Mädels und konnte hier direkt anfangen. Ich wurde sofort gut aufgenommen und musste nicht erst langwierig daran arbeiten, in eine mir unbekannte Mannschaft hineinzukommen.“ Und schon nach nur einer Trainingseinheit weiß Trainer Koslowski: „Maren passt perfekt. Sie hat eine hohe Qualität in der Annahme und im Angriff und ist sehr emotional. Sie in die Mannschaft zu integrieren wird sehr leicht. Wir werden sie sicher schon am Sonnabend in Dresden auf dem Feld sehen. In welchem Umfang, müssen wir noch sehen.“

Dann will Maren Brinker, die mit dem derzeit in Italien bei Perugia unter Vertrag stehenden Nationalspieler Christian Fromm liiert ist, ihr größtes persönliches Ziel angehen: „Ich habe noch nie die deutsche Meisterschaft gewonnen, das brennt mir richtig auf der Seele. Wenn mit Schwerin der eine oder andere Titel herauskäme, hätte ich nichts dagegen…“ Teamleitung und Fans in Schwerin bestimmt auch nicht.

Maren Brinker
  • geboren: 10. Juli 1986 in Wilhelmshaven

  • Position: Außenangriff

  • Länderspiele: 272

  • Größe: 1,86 m

  • Schlaghöhe: 3,11 m

  • Blockhöhe: 2,93 m

  • Bisherige Vereine:
    bis 2002 Wilhelmshavener SV
    2002 - 2005 Oldenburger TB
    2005 VC Olympia Berlin
    2005 - 2006 USC Braunschweig
    2006 - 2009 Bayer Leverkusen
    2009 - 2010 USC Münster
    2010 - 2011 MTV Stuttgart
    2011 - 2012 Peadro (Ita)
    2012 - 2013 Busto Arsizio (Ita)
    2013 - 2014 Impel Wroclaw
    2014 - 2016 Montichiari (Ita)

  • Erfolge:
    2011: DVV-Pokalsiegerin, Vizeueropameisterin
    2013: Siegerin Europaliga, Vizeueropameisterin
    2014: polnische Meisterin, 2. Platz Europaliga, 9. Platz WM
    2015: 5. Platz EM, Volleyballerin des Jahres

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erstellt am 02.Nov.2016 | 21:00 Uhr

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