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SSC

09. Dezember 2016 | 12:34 Uhr

Volleyball SSC : Beim Meister auf einen Sieg aus

vom
Aus der Redaktion der Zeitung für die Landeshauptstadt

Erstes Kracherspiel dieser Bundesligaspielzeit: SSC-Volleyballerinnen wollen in Dresden makellose Saison-Bilanz ausbauen

Nach „vier guten Spielen zum Reinkommen“, wie es Kapitän Lenka Dürr am Samstagabend unmittelbar nach dem 3:1-Heimerfolg über den Köpenicker SC, dem vierten Sieg der Saison, formulierte, steht den Volleyballerinnen des Schweriner SC jetzt der erste Kracher der neuen Spielzeit ins Haus. Morgen ab 14.30 Uhr ist der deutsche Rekordchampion zu Gast beim Dresdner SC, der zuletzt dreimal in Folge den Meistertitel holte und aktueller DVV-Pokalsieger ist.

Und pünktlich vor dem Duell der nationalen Titelgiganten haben sich beide noch einmal verstärkt: Der SSC verpflichtete – wie wir bereits gestern berichteten – die seit Wochen intensiv gesuchte fünfte Spielerin für die Außenpositionen und konnte dabei mit Nationalspielerin Maren Brinker einen Transfer-Coup landen. Der Dresdner SC verstärkte sich kaum minder namhaft: Mit US-Spielerin Gina Mancuso kehrte eine Außenangreiferin nach Elbflorenz zurück, die in der vorigen Spielzeit an Meistertitel und Pokalsieg mitwirkte. Allerdings nur bis zum 17. Dezember, weil sie ab Januar auf Puerto Rico unter Vertrag steht.

Zudem war dieser Wechsel aus der Not geboren, klebt Dresden doch im Außenangriff das Verletzungspech an den Hacken. Die tschechische Nationalspielerin Eva Hodanova fällt mit Kreuzbandriss für die ganze Saison aus, Jocelynn Birks (USA) wird nach Knieproblemen erst Mitte Dezember wieder im DSC-Sechser zurückerwartet.

Ohnehin präsentiert sich der Dresdner SC personell wie eine Blaupause des SSC anno 2013. Damals erlebten die Nordlichter nach dem dritten Meistertitel in Folge einen völligen Umbruch, jetzt sieht sich der Club aus Sachsen mit der gleichen Situation konfrontiert. Neun Spielerinnen verließen den Verein, neun Neue um Nationalmannschafts-Zuspielerin Mareen Apitz als Top-Einkauf wollen erst einmal integriert sein. Dass da noch nicht alles rund läuft, versteht sich von selbst.

Dennoch hat Dresden bislang noch keine Federn, sondern allenfalls ein Federchen gelassen. Nach den 3:0-Erfolgen im Pokal bei Zweitligist Oythe und im Liga-Heimspiel gegen Suhl musste sich der DSC zuletzt im Punktspiel beim ebenfalls mit vielen Neuen gespickten USC Münster mächtig mühen, um mit einem 3:2-Sieg wenigstens zwei der drei möglichen Punkte mit an die Elbe zu nehmen. Vor allem von Problemen in der Dresdner Annahme war beim Spiel in Münster zu lesen.

Stützen des Teams waren bislang erwartungsgemäß Mareen Apitz, die zweimal zur besten Spielerin gewählt wurde, sowie Zwei-Meter-Diagonalspielerin Liz McMahon, die als beste Punktesammlerin glänzte und in dieser Bilanz klar vor Kapitän Katharina Schwabe gelistet ist.

Obwohl es zum Double-Gewinner geht, braucht sich der SSC nicht zu verstecken. Nicht nur, weil er sich mit seinen vier Siegen schon ein ordentliches Stück Selbstvertrauen geschaffen haben sollte, sondern weil man gegen Dresden in dessen Halle – auch in den vergangenen Jahren gegen die Serienmeister-Mannschaft – zumeist gut aussah. Von den sechs Duellen in der Margon-Arena seit der Saison 2012/13 gewann der SSC immerhin drei.

SSC-Trainer Felix Koslowski und seine Mädels werden alles daransetzen, dass sie morgen ihrer bislang makellosen Bilanz den nächsten Erfolg hinzufügen können. Personell kann der SSC-Coach aus dem Vollen schöpfen – erst recht, da mit Maren Brinker nun der Engpass auf den Außenpositionen Geschichte ist.
 




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erstellt am 04.Nov.2016 | 11:45 Uhr

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