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EM, WM und Gesamtweltcup : Triple für Skeletoni Lölling

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Was für ein Winter: Skeletonpilotin Jacqueline Lölling hat alle Titel abgeräumt. Mit Bahnrekord raste sie auf der Olympia-Bahn von 2018 zum dritten Weltcupsieg in diesem Winter und gewann die Kristallkugel.

Der Olympiasieg 2018 in Pyeongchang geht nur über Skeleton-Weltmeisterin Jacqueline Lölling. Die Ansage für die Olympischen Winterspiele in einem Jahr war beim Weltcupfinale mehr als deutlich.

Trotz 44 Hundertstel Rückstand im oberen Bereich der Bahn im «Alpensia Sliding Centre» fuhr die 22 Jahre alte Ausnahmepilotin von der RSG Sauerland noch 0,30 Sekunden Vorsprung gegen die Russin Elena Nikitina heraus, die in 4,97 Sekunden einen Startrekord aufstellte. Damit holte Europameisterin Lölling in Bahnrekordzeit von 52,75 Sekunden nur drei Wochen nach ihrem WM-Titelgewinn erstmals die Kristallkugel im Gesamtweltcup.

«Ich freue mich wahnsinnig, ich kann es nicht so richtig glauben. Viel mehr geht ja nicht in diesem Winter», sagte Lölling nach ihrem Triple im Eiskanal. Für die olympischen Rennen hat sie selbst noch Reserven erkannt: «Die Bahn ist anspruchsvoll, vor allem die Kurve neun, da habe ich heute gleich zweimal Probleme gehabt. Aber es macht Spaß.» Anna Fernstädt aus Berchtesgaden kam auf Rang sieben. Die Weltmeisterin von 2016, Tina Hermann aus Königssee, wurde Neunte.

«Fahrerisch eine hervorragende Leistung von Jacqueline, zwar noch mit kleinen Fehlern, aber insgesamt bin ich zufrieden», sagte Cheftrainer Jens Müller. Hermann konnte ihre guten Trainingsfahrten nicht bestätigen: «Nach dem Training war davon auszugehen, dass sie um den Sieg mitfährt», sagte Müller. Mit 1493 Punkten sicherte sich die Fahrerin aus Königssee aber Rang zwei im Gesamtklassement vor der Kanadierin Mirela Rahneva (1475). Mit ihrem dritten Weltcupsieg sicherte sich Lölling mit 1591 Zählern die Kristallkugel.

Bundespolizistin Lölling schrieb erneut Geschichte, denn bei den Frauen hat noch keine Pilotin das Triple in einer Saison geschafft. Bei der WM vor drei Wochen hatte sie sich zur jüngsten Weltmeisterin in der 16-jährigen Historie gekrönt. Schon 2012 im Alter von 16 Jahren wurde sie erste Jugend-Olympiasiegerin in ihrer Disziplin. Danach folgte ein kometenhafter Aufstieg. Ohne Weltcuprennen nahm sie 2015 bei der WM auf ihrer Heimbahn in Winterberg als Junioren-Weltmeisterin teil und raste bis auf Platz zwei vor.

Bei den Männern hat Axel Jungk mit Platz sieben den dritten Platz im Gesamtweltcup um sechs Punkte verpasst. Der WM-Zweite hatte nach einigen Fahrfehlern 0,89 Sekunden Rückstand auf den siegreichen Martins Dukurs aus Lettland, der seinen siebten Gesamtsieg in Serie feierte. Zweiter mit nur einer Hundertstel Rückstand wurde der Südkoreaner Sungbin Yun vor Tomass Dukurs aus Lettland. Alexander Gassner aus Winterberg kam vor Jungk auf Platz sechs. «Zum Wettkampf wurde die Bahn nochmal schneller, wir hatten anfangs unsere Schwierigkeiten, haben uns da aber reingefuchst», sagte Gassner. Der achtplatzierte Oberhofer Christopher Grotheer landete im Gesamtweltcup auf Rang fünf vor Gassner.

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erstellt am 17.Mär.2017 | 14:05 Uhr

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