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Sport in Rostock

28. Juni 2016 | 22:25 Uhr

3. Fussball-Liga : Offensive sichert Hansa den Dreier

vom
Aus der Redaktion der Norddeutschen Neuesten Nachrichten

Rostocker Fußball-Drittligist gewinnen zum Saison-Auftakt mit 4:3 in Münster

Dank eines furiosen Offensivspektakels ist der FC Hansa mit einem Sieg in die Saison der 3. Fußball-Liga gestartet. Trotz einer 4:1-Pausenführung mussten die Rostocker gestern Nachmittag bei Preußen Münster jedoch bis zur letzten Minute zittern, ehe der 4:3 (4:1)-Sieg feststand.

Die Taktik beider Trainer, die eher als Vertreter der kontrollierten Offensive gelten und auf Sicherung des eigenen Tors aus sind, wurde von Beginn an auf den Kopf gestellt. Hansa legte vor
10 900 Zuschauern ohne Respekt los und brachte die wacklige Preußen-Abwehr in Bedrängnis. Nach einer Ecke flankte Christian Bickel auf Halil Savran, der aus Nahdistanz zum 1:0 einköpfte (7.). Das war ein Einstand nach Maß, der den Rostockern sichtlich Selbstvertrauen verlieh. Nur sechs Minuten später passte Denis-Danso Weidlich auf Halil Savran. Der Stürmer drehte sich um seinen Gegenspieler und überließ den Ball dem heranstürmenden David Blacha, der ihn flach in die rechte Ecke zum 2:0 einschob (13.).

Münster legte in Folge seine Lethargie ab und erarbeitete sich einige Chancen. Bei den Aktionen von Amachaibou (10.), Piossek (15.) und Pischorn (18.) wurde deutlich, dass die Hansa-Abwehr noch nicht ganz sattelfest ist.

Dafür deren Offensivabteilung. Nach einem eigentlich harmlosen Kopfballduell im Preußen-Strafraum fiel plötzlich Schwertfeger der Ball vor die Füße, der mit einem traumhaften Schlenzer traf (27.). 3:0 nach nicht einmal 30 Minuten – da fühlten sich die gut 1000 mitgereisten Hansa-Fans an das Spiel der deutschen Nationalmannschaft gegen Brasilien erinnert.

Immerhin verkürzten die Gastgeber auf 1:3, als Schmidt eine Flanke von Piossek einköpfte (31.). Doch Hansa - in der Verwertung seiner Chancen an diesem Tag gnadenlos – stellte noch vor der Pause den alten Abstand wieder her. Christian Bickel erhöhte per Distanzschuss auf 4:1 (38.).

Nach diesem Torfestival ließen es die Gäste im zweiten Abschnitt etwas ruhiger angehen. Sie standen defensiver und lauerten auf Konter. Zwar kamen die Preußen hier und da gefährlich auf, doch die bessere Spielanlage besaßen die Ostseestädter. Umso überraschender, dass sie das Match in der verbleibenden halben Stunde fast noch aus der Hand gaben. Das Signal zur Aufholjagd der Hausherren gab Piossek, der einen Freistoß aus 20 Metern ins untere Eck verwandelte (68.). Nur zwei Minuten später traf Reichwein per Seitfallzieher zum 3:4 – das Münster-Stadion brodelte.

So musste Hansa in den verbleibenden Minuten Kopf und Kragen riskieren. Glück hatte Robin Krauße, der Kara hart an der Strafraumgrenze zu Fall brachte, der Schiedsrichter aber nur auf Freistoß entschied (76.). Die Souveränität der Rostocker war verflogen, doch brachten sie den knappen Vorsprung mit Geschick, aber auch Glück, über die Zeit.

 

Trainerstimmen

Ralf Loose (Münster): Die Zuschauer haben ein abwechslungsreiches Spiel gesehen. Wir fanden in der ersten Hälfte nicht in die Partie, waren in den Zweikämpfen zu passiv und produzierten viele Fehlpässe. Zudem war bei Hansa jeder Schuss ein Treffer. In der Pause fand ich klare Worte. Danach bauten wir mehr Druck auf und verkürzten auf 3:4. Durch die vielen Unterbrechungen in der Schlussphase hatte Rostock immer wieder Zeit, sich zu sortieren. Betrachtet man das gesamte Spiel, haben wir den Punkt, den wir auf dem Fuß hatten, nicht verdient.

 

Peter Vollmann (Rostock): Ich bin froh, dass wir das Spiel noch gezogen haben. Bis zur 60. Minute hat mir unser Auftritt sehr gut gefallen. Bis dahin setzten wir alles um, was wir uns vorgenommen hatten, erarbeiteten uns viele Chancen und erzielten vier super Treffer. Danach verloren wir den Faden und kassierten zwei Gegentore. Wäre die Partie noch fünf Minuten länger gegangen, hätten wir wohl den Ausgleich kassiert. Der Zettel, den wir abarbeiten müssen, ist noch lang. Drei Tore nach Standards zu kassieren, das ist mir zu viel.

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