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Sport in Rostock

04. Dezember 2016 | 13:11 Uhr

Niederlage gegen Halle : Hansa ohne eine einzige Torchance

vom
Aus der Redaktion der Norddeutschen Neuesten Nachrichten

0:1 gegen Halle in der Knappheit sogar schmeichelhaft

1:1, 0:1, 1:2, 0:1, 0:1, 2:2, 1:2, 2:4, 0:1, 1:1, 1:1, 0:1, 1:3… Fußball-Drittligist FC Hansa hatte am Sonnabend vor 9500 Zuschauern in der DKB-Arena im wahrsten Sinne des Wortes keine Chance, seinen vom Ausscheiden im Landespokal gegen die fünftklassigen Neubrandenburger „gekrönten“ Heimspiel-Horror endlich zu beenden. Im Duell mit dem Halleschen FC gab es das bereits sechste 0:1 seit dem bislang letzten Sieg im eigenen Stadion (1:0 gegen Elversberg am 14. Dezember 2013).

Die Niederlage war nicht nur verdient, sondern in der Knappheit sogar schmeichelhaft. Dabei griff die Rostocker Mannschaft sogar in die mentale Trickkiste, um endlich die Serie des Grauens zu durchbrechen, und lief in ihren marineblauen Auswärts-Jerseys auf (weil’s in der „Fremde“ viel besser läuft als zu Hause). „Doch leider“, so Peter Vollmann, „spielt so etwas eine untergeordnete Rolle, ist nicht die Farbe der Trikots für einen Sieg ausschlaggebend…“

Der Trainer wählte angesichts des Ausfalls von Christiansen (U19-Nationalteam) und Weidlich (verletzt) naheliegende Lösungen, berief Savran und Schünemann in die Start-Elf. Es entwickelte sich das erwartete Geduldsspiel, in dem die Fehlervermeidung über allem stand. Doch obwohl es relativ ereignisarm zuging, war es dennoch nicht langweilig. Beide Mannschaften versuchten durchaus, über ein 0:0 hinauszukommen.

Von den wenigen Torchancen vor der Pause hatten die Gäste die beste, als Kapitän Kruse nach Ecke frei zum Kopfball kam, jedoch das Rostocker Gehäuse verfehlte (32.). Hansa enttäuschte bis dahin nicht, musste sich allerdings mit „halben“ Möglichkeiten durch Bickel (nach feiner Vorarbeit von Schünemann übers Tor/3.) und Gröger (fasst sich ein Herz, ohne jedoch Keeper Kleinheider in Schwulitäten bringen zu können/17.) begnügen.

Die zweite Halbzeit verlief freilich absolut einseitig. Abgesehen vom goldenen Tor durch den Freistoß von Gogia fast von der linken Seitenlinie (dieser Ball durfte nie und nimmer im Netz landen, leider verschätzte sich Hahnel/63.) besaßen die Hallenser sage und schreibe sieben (!) hochkarätige Möglichkeiten, angefangen von Schicks Schuss an den Außenpfosten nach Kraußes krassem Quer-Fehlpass (56.). Allein Schick hätte drei weitere Male eigentlich treffen müssen (86., 87., 89.). Ebenfalls dreimal rettete Ruprecht auf der Torlinie bzw. kurz davor (62., 72., 89.). Der Einfalls„reichtum“ der Gastgeber hingegen bestand oft nur aus lang nach vorn geschlagenen Bällen, die überdies nicht ankamen. Die wenigen Standards waren ungefährlich. Die einzigen beiden, an sich nicht erwähnenswerten Offensivszenen hatten Blacha (Kopfball nach Ecke/51.) und Bickel (Schuss übers Tor/64.).

Auswärts erzielt Hansa im Schnitt 2,5 Tore pro Partie – zu Hause ein halbes… Ein klarer Fall von Heimspiel-Kopf-Blockade?!

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erstellt am 07.Sep.2014 | 20:28 Uhr

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