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Sport in der Prignitz

27. August 2016 | 03:15 Uhr

Stadion wittenberge : Sohn lässt den Vater machen

vom
Aus der Redaktion des Prignitzers

Michael Helzel, Vater des Veritas-Kickers Alex, neuer Platzwart im Thälmann-Stadion

Wenn am morgigen Freitag kurz vor 19.30 Uhr die Fußballer des FSV Veritas Wittenberge/ Breese aus der Kabine kommen und in die Landesklassepartie gegen Hansa Wittstock gehen, dann tun sie das auf einem gut präparierten Spielfeld. Verantwortlich dafür: Uwe Lehmann und Michael Helzel, die Platzwarte im Ernst-Thälmann-Stadion.

„Wir haben den Rasen diese Woche gewalzt“, erzählt Michael Helzel. Er ist seit Anfang Dezember 2015 Nachfolger von Ulrich Ganswindt, der Ende des vergangenen Jahres in den Ruhestand ging. „Ich habe zuletzt beim Betriebshof der Stadt Wittenberge gearbeitet. Im November wurde ich ins Rathaus gebeten und gefragt, ob ich mir den Job im Ernst-Thälmann-Stadion vorstellen kann. Da habe ich sofort ja gesagt“, berichtet der gelernte Augenoptiker, der später noch eine Ausbildung zum Schlosser absolvierte.

Jetzt lauten die Aufgaben von Helzel Rasenpflege, Reperatur- („Ich habe die Luken am Verkaufsstand in Ordnung gebracht, da konnte man sich schnell den Kopf stoßen.“) und Malerarbeiten sowie die Absicherung von Sportveranstaltungen (Fußball, Leichtathletik oder Volleyballsommer). „Bei einem Fußballspiel sind wir zwei Stunden vor Anpfiff hier. Unsere Arbeit endet zwei Stunden nach Spielende“, sagt Michael Helzel.

Apropos Fußball: Beim FSV Veritas ist sein Sohn Alex aktiv. Erkundigt er sich nach oder bespricht er den Zustand des Rasens mit seinem Vater? „Privates und Arbeit trennen wir bewusst“, antwortet Michael Helzel. Jahrelang verfolgte er hier im Stadion die Spiele seines Sohnes vom Jugendbereich bis zu den Herren. Jetzt ist es seine Arbeitsstätte. „Nein, das ist nicht komisch für mich. Es sind ja die selben Leute, die ich schon lange kenne“, meint der 52-Jährige.


Hoffen auf Gelder für Tartanbahn


Noch nicht so lange kennt er seinen Arbeitskollegen. Uwe Lehmann ist seit neun Jahren für das Ernst-Thälmann zuständig. „Er zeigt mir alles und wir verstehen uns. Das ist ein gutes Arbeitsklima hier“, stellt Michael Helzel, der mit seiner Familie in unmittelbarer Nähe des Stadions („Mit dem Fahrrad keine zwei Minuten.“) wohnt, nach drei Monaten Zusammenarbeit fest.

Was nur wenige wissen: Michael Helzel hat eine „Prignitzer“-Vergangenheit, berichtete vor ein paar Jahr über einen längeren Zeitraum von den Tennisspielern des SV Grün-Rot Wittenberge. Tennis spielt er heute auch selbst noch. Und hält sich regelmäßig im neben dem Stadion liegenden Top Fit Aktivpark fit.

Zurück zum Job. Demnächst beginnen die beiden Platzwarte mit der Reinigung der Tartanbahn im Stadion. Und obwohl er erst seit einem Vierteljahr dafür mitverantwortlich ist, liegt sie Michael Helzel bereits sehr am Herzen. „Ich hoffe so sehr, dass es gelingt, Gelder für eine neue Tartanbahn aufzutreiben. Für den Sport in der Prignitz und für das Stadion wäre das so wichtig“, macht er auf das derzeitige Sorgenkind der Anlage aufmerksam.

 

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erstellt am 09.Mär.2016 | 22:21 Uhr

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