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Faustball : Nuancen machen den Unterschied

vom
Aus der Redaktion des Güstrower Anzeiger

Güstrower Faustball-Männer kassieren in der 2. Bundesliga Ost zwei weitere Niederlagen, präsentieren sich aber verbessert

Am zweiten Spieltag der Hallensaison in der 2. Faustball-Bundesliga Ost hatte das Männerteam des Güstrower SC erstmals in dieser Spielzeit Heimrecht. Die nach dem Wiederaufstieg stark verjüngte Mannschaft um Spielführer Philipp Nawroth musste sich gegen den Tabellenführer von der Berliner Turnerschaft und den SV 90 Fehrbellin beweisen.

Im ersten Spiel gegen Fehrbellin begann der GSC von der taktischen Ausrichtung her offensiver als zuletzt, da man sich gegen die Brandenburger einiges ausrechnete und entsprechend Durchschlagskraft auf das Parkett bringen wollte. So stand mit Heiko Otto neben dem erst 15jährigen Till Schulz ein zweiter „echter“ Angreifer auf dem Feld, der aus der Angabe heraus Druck entfachen sollte. Im ersten Durchgang gelang dies recht gut und der Satz verlief lange offen. Beim Stand von 12:12 wurde der Fehrbelliner Angriff durch eine taktische Variante des GSC in einen Eigenfehler gezwungen und die Güstrower hatten Satzball. Die folgende Angabe wäre wieder weit ins Aus geflogen, doch Heiko Otto missglückte ein Ausweichmanöver und schon war der sicher geglaubte Satzgewinn vergeben. Die folgende Angabe des GSC landete in der Leine und anschließend versenkte Fehrbellin den entsprechend folgenden Satzball souverän im Halbfeld. Wieder in der alten Aufstellung gelang dem GSC danach erneut ein vielversprechender Start in den zweiten Satz, ehe beim Stand von 5:4 die Angabe nicht mehr druckvoll genug kam und Fehrbellin leichtes Spiel hatte. Mit 5:11 zog der GSC den Kürzeren und fing sich auch in Satz drei nicht mehr, so dass trotz größtem Bemühen in der Gesamtabrechnung ein 0:3-Satzergebnis feststand.

Die Barlachstädter waren dabei wie schon zum Saisonauftakt nicht unbedingt die schlechtere Mannschaft, einzig Nuancen, die in einer so engen und anspruchsvollen 2. Bundesliga den Unterschied ausmachen, fehlen derzeit noch zum Erfolg.

Die Geschichte des zweiten Spiels ist schnell erzählt. Gegen den favorisierten Tabellenführer aus der Hauptstadt mit der vom Saisonauftakt bekannten Defensivtaktik mit Kapitän Philipp Nawroth auf der rechten Angriffsseite startend, hatte der GSC die Aufschläge des Gegners gut im Griff und der agile Abwehrriegel um den ebenfalls erst 15-jährigen Danny Dolgow und die erfahrenen Thoralf Glamann und Tom Dabbert sorgte für einen ansprechenden Spielaufbau. Einzig die schier unüberwindbare Abwehrreihe des Erstligaabsteigers und die folgenden wuchtigen Rückschläge sind in der aktuellen Entwicklungsphase der Mannschaft nach dem Umbruch noch ein bis zwei Nummern zu groß. Das Spiel endete ebenfalls deutlich mit 0:3 aus Güstrower Sicht. Dennoch lieferte der GSC eine engagierte Vorstellung und zeigte sein Potenzial.

Zum Ende der zweiten Partie debütierten mit Jason Dittberner und Derian Mohns noch zwei weitere Jugendspieler in Deutschlands zweithöchster Spielklasse und zeigten, dass auch sie reif für weitere Einsätze sind. Die Leistungen der ersten vier Spiele lassen trotz der mageren Ausbeute insgesamt darauf hoffen, dass schon bald die ersten Punkte auf dem Güstrower Konto landen.

Güstrower SC: Heiko Otto, Philipp Nawroth, Derian Mohns, Tom Dabbert, Thoralf Glamann, Jason Dittberner, Danny Dolgow, Till Schulz.


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