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Lokaler Sport Güstrower Anzeiger

04. Dezember 2016 | 13:16 Uhr

Orientierungslauf : Menschenauflauf in Kirch Rosin

vom
Aus der Redaktion des Güstrower Anzeiger

Orientierungsläufer sorgen für Massenandrang in dem kleinen Örtchen sowie der Barlachstadt Güstrow

Solch einen Menschenauflauf hat Kirch Rosin in seiner fast 800-jährigen Geschichte wohl noch nicht erlebt. Die Einwohnerzahl – im Normalfall mit rund 200 angegeben – vervierfachte sich kurzzeitig mit den vielen Orientierungsläufern, die auf der eigens gemähten Wiese am Waldrand Quartier bezogen. Am Tag zuvor hatte die OL-Elite bei Waren ihre neuen Deutschen Meister gekürt. Nun ging es im Deutschlandcup um wichtige Punkte im Staffellauf.

150 Startläufer verschwanden in zwei Wellen in den Wäldern rund um den Kittenberg, um die Posten zu suchen. Als die ersten wieder zwischen den Bäumen hervorkamen, kam geradezu Volksfeststimmung auf, die sich mit jedem Wechsel noch steigerte. Am Ende hatten die OL-er aus Sachsen und Thüringen die Nase vorn. Es siegte der Post SV Dresden vor dem USC Jena und dem SV Robotron Dresden.

Am Tag der Einheit zog die Karawane der Läuferinnen und Läufer dann nach Güstrow weiter. Endlich belohnte auch die Sonne die Sportler für ihren Einsatz und sorgte in der Innenstadt für eine tolle Kulisse für den ausgeschriebenen Stadt-Sprint-OL. Einheimische wie auch die zahlreich zu beobachtenden Touristen werden nicht schlecht über die vielen bunt gekleideten Sportler gestaunt haben, die da mit Karte und Kompass durch Straßen, Gassen und über Plätze huschten.

Am Ende stellte die frischgebackene Deutsche Meisterin Susann Lösch aus Jena ihre Klasse unter Beweis und siegte in der Eliteklasse auch auf der kurzen Sprintdistanz. Bei den Männern dagegen musste sich der Meister, Bjarne Friedrichs aus Seesen, mit Rang 5 begnügen. Es triumphierte der Bielefelder Sören Riecherts.

Diesmal waren – in Rahmenwettbewerb der Offenen Klasse – auch einige Güstrower am Start. Der Schnellste von ihnen, Michael Harms vom Tri Fun, verfehlte das Siegerpodest nur um ganze 12 Sekunden und landete auf dem 4. Platz. Auch Andreas Wurm (LSV/8.) und Lars Schmiedeberg (Tri Fun/ 10.) kamen noch unter den Top Ten ein.

Als sich am Nachmittag das Wettkampfzentrum auf dem Schulhof des John-Brinckman-Gymnasiums gelehrt hatte, fielen den Protagonisten Anke und Nils Schmiedeberg sowie ihren zahlreichen Helfern wohl mehr als ein Stein vom Herzen. Drei Jahre intensivster Vorbereitungsarbeit hatten sich für die leidenschaftlichen OL-er gelohnt, um den Sportlern aus ganz Deutschland ein Wochenende zu bieten, an das sie sich trotz nicht immer idealen Wetters sehr gern zurückerinnern werden: An die Wettkämpfe, ganz bestimmt aber auch an die Stadt und ihre herrliche Umgebung.


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