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Lokaler Sport Güstrower Anzeiger

03. Dezember 2016 | 05:37 Uhr

Fussball : Güstrower SC sieht (s)eine Chance

vom
Aus der Redaktion des Güstrower Anzeiger

Verbandsliga-Fußballer treffen im Achtelfinale des Landespokals auf den Drittligisten FC Hansa Rostock / Verein kann sich präsentieren

Ein attraktiveres Los hätten die Verbandsliga-Fußballer des Güstrower SC (GSC) im Achtelfinale des Lübzer Pils Cup (Landespokal) nicht bekommen können, was das Zuschaueraufkommen angeht, doch sportlich erwarten die Barlachstädter mit dem Drittligisten FC Hansa Rostock auch den anspruchsvollsten Gegner. „Unter den schweren Losen ist es das Beste. Von uns ist aber keiner an die Decke gesprungen“, sagt Güstrows Trainer Sven Lange, der die Liveauslosung auf dem Youtube-Kanal des Landesfußballverbandes Mecklenburg-Vorpommern (LFV M-V) zusammen mit der Mannschaft schaute. Zumindest sportlich hätte man sich eine machbare Aufgabe gewünscht.

Doch die Euphoriebremse hat sich inzwischen gelockert, denn für die Mannschaft und den Güstrower Sportclub ist es auch eine Chance, sich als Verein den vielen Gästen zu präsentieren, die normalerweise nicht den Weg ins heimische Jahnstadion in der Speicherstraße finden. „Man merkt es schon an den Reaktionen. Viele wollen Karten haben“, sagt Sven Lange. Deshalb hat die Vorbereitung auch schon begonnen, um der Nachfrage auch gerecht zu werden. Seit gestern ist auch der Spieltermin fix: Die Partie steigt am 12. November um 13 Uhr auf dem Rasenplatz im Jahnstadion. Neben den Eintrittskarten, die ab kommender Woche flächendeckend erhältlich sein sollen, sind im Vorfeld aber noch viele andere Dinge zu organisieren. „Deshalb ist es unsere Bitte, sich schon im Vorverkauf Karten zu sichern, damit wir besser planen können“, sagt Sven Lange.

Sicher ist wohl jetzt schon, dass die Zuschauerzahl vierstellig wird. Welche Ziffer dann vorne steht, ist die große Frage. Angesichts der enormen Anhängerschaft des FC Hansa Rostock dürfen sich die Güstrower Spieler, die im Normalfall nur vor wenigen hundert Zuschauern kicken, auf ein Fußballfest außerhalb des grünen Rasens freuen. „Die Vorfreude ist da. Man hat es schon im Training gemerkt. Jeder weiß, dass er sich auf einer größeren Bühne als sonst präsentieren kann“, blickt Lange voraus. Bis dato steht aber noch der Ligaalltag an. „Wir dürfen jetzt nicht den Fehler machen und uns nur noch auf dieses Spiel konzentrieren. Wir haben noch wichtige Spiele in der Verbandsliga und wollen dort punkten“, sagt Lange. Die Güstrower können sich über Erfolge in der Liga auch Selbstvertrauen für das Hansa-Spiel holen, denn in dieses gehen sie als klarer Außenseiter. „Wenn alles normal läuft, wird Hansa das Ding machen. Wir wollen allerdings nicht nur ein gutes Umfeld bieten. Für uns hat auch das Sportliche einen großen Stellenwert. Wenn wir auflaufen, wollen wir auch gewinnen“, gibt sich Sven Lange angriffslustig.

Dass sich der FC Hansa in einem Pflichtspiel beim Güstrower SC präsentiert, ist übrigens noch gar nicht so lange her. 2012 setzte sich der frisch aus der Zweiten Liga abgestiegene Profiklub in der zweiten Runde des Landespokals vor 2230 Zuschauern beim seinerzeit noch Landesligisten mit 5:0 (4:0) durch. Von damals stehen heute noch zwei Güstrower im GSC-Kader. Nico Hinrichs und Mathias Staben werden sich noch gut an dieses Spiel erinnern. Ebenfalls in guter Erinnerung soll nun das bevorstehende Pokalduell bleiben – nicht nur als Veranstaltung, sondern aus Güstrower Sicht auch sportlich.

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erstellt am 13.Okt.2016 | 05:00 Uhr

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