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Sport

07. Dezember 2016 | 17:24 Uhr

Dreierpack : Gladbacher Blackout in Berlin: Kalou lässt Hertha jubeln

vom

Schwere Verletzung, Gelb-Rote Karte, unglückliche Gegentore: Für Borussia Mönchengladbach läuft beim 0:3 bei Hertha BSC vieles schief. Die Gladbacher warten damit schon seit fünf Ligaspielen auf einen Sieg, Berlin baut seine Heimserie auf fünf Erfolge aus.

Ein Dreierpack von Stürmer Salomon Kalou und zwei Gladbacher Aussetzer haben die schwarze Berliner Serie gegen Mönchengladbach beendet.

Mit dem 3:0 (2:0)-Sieg holte Hertha BSC in der Fußball-Bundesliga nach zuletzt fünf Pleiten gegen die Borussia erstmals wieder drei Punkte und sorgte zugleich beim Gegner für Tristesse. Denn während der Hauptstadtclub mit jetzt 20 Punkten zumindest für eine Nacht wieder auf Tabellenplatz drei kletterte, verlor der Champions-League-Teilnehmer vom Niederrhein mit weiter zwölf Zählern endgültig die Tuchfühlung zum oberen Tabellendrittel.

Die Gladbacher sind nun bereits fünf Liga-Spiele ohne Sieg und Tor. «Es kommt dann einiges zusammen heute», sagte Sportdirektor Max Eberl. «Da brauchen wir jetzt nicht mehr großartig drüber reden. Wir sollten jetzt anfangen zu punkten.». Dabei hatten sich die Gladbacher die erneute Niederlage zu einem großen Teil selbst zuzuschreiben.

Nach der Führung von Kalou (18. Minute) und der Verletzung des bis dahin besten Borussen Patrick Herrmann leisteten sich Trainer André Schubert und Einwechselspieler Fabian Johnson vor 51 934 Zuschauern einen Blackout. In Unterzahl kassierte Gladbach den zweiten Gegentreffer (33.) - erst danach kam der Wechsel zustande. Wenig später holte sich Weltmeister Christoph Kramer auch noch die Gelb-Rote Karte ab (39.). «Wir waren zu undiszipliniert, zu wild im Zweikampf, das war der zweite Knackpunkt», sagte Schubert.

Dabei waren die Gladbacher in der Anfangsphase das beste Team. Viel lief über den Ex-Herthaner Raffael, der nach seiner Verletzungspause sein Startelf-Comeback feierte. Gefährlich wurde die Borussia vor allem über die rechte Seite, wo Herrmann sich ein ums andere Mal gegen den erst 19 Jahre alten Maximilian Mittelstädt durchsetzen konnte, der erstmals in der Startelf stand.

Die Gastgeber brauchten zunächst einige Zeit, um in die Partie zu finden. Ihre erste große Chance nutzten sie aber gleich. Kalou, der wegen Trauerfällen in der Familie erst spät in die Saison gekommen war, köpfte den Ball nach einer schönen Flanke von Mitchell Weiser zu seinem ersten Saisontor ein. «Die erste Halbzeit war genauso, wie wir uns das vorgestellt haben», lobte Hertha-Coach Pal Dardai.

Und es kam für die Gäste noch dicker: Der bis dahin beste Gladbacher Herrmann verletzte sich in einem unglücklichen Zweikampf mit Vedad Ibisevic schwer am Sprunggelenk (29.). Er musste von zwei Betreuern gestützt vom Platz humpeln und wurde ins Krankenhaus gebracht. Die Gladbacher Bank reagierte viel zu spät darauf, Ersatzmann Fabian Johnson war erst fünf Minuten später zur Einwechslung bereit.

Die Hertha nutzte die kurze Überzahl zum 2:0. Gladbachs Nico Elvedi schoss bei einer Abwehraktion Mitspieler Jannik Vestergaard an, von dort prallte der Ball zu Kalou, der gegen Keeper Yann Sommer locker vollendete und seinen Doppelpack perfekt machte (33.).

Die Hertha verwaltete ihre Führung, leistete sich in der zweiten Halbzeit allerdings einige Unkonzentriertheiten, die jedoch nicht bestraft wurden. Bei einem Kopfball von Vestergaard nach einem Raffael-Freistoß (76.) und bei einem Schuss von Kapitän Lars Stindl (78.) rettete zweimal der gute Berliner Torhüter Rune Jarstein. So konnte Kalou in der Schlussphase vor den Augen von Bundestrainer Joachim Löw sogar noch sein drittes Tor erzielen (84.).

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erstellt am 04.Nov.2016 | 23:08 Uhr

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