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Fußball

11. Dezember 2016 | 07:08 Uhr

zweiter Saisonsieg : Werder unter Nouri im Aufwind: 2:1 gegen Leverkusen

vom

Der Trainerwechsel zeigt Wirkung: Werder Bremen schafft unter dem neuen Chefcoach Alexander Nouri bereits den zweiten Sieg. Bayer Leverkusen ist nach dem 1:2 dagegen bedient.

Werder Bremen arbeitet sich unter Alexander Nouri langsam aus dem Tabellenkeller der Fußball-Bundesliga. Am Samstagabend gewann Werder das erste Spiel nach Nouris Beförderung zum Chefcoach mit 2:1 (1:1) gegen den vermeintlichen Champions-League-Aspiranten Bayer Leverkusen.

Zlatko Junuzovic (13. Minute) und Ousman Manneh (59.) schossen Werder zum zweiten Sieg unter der Verantwortung des bisherigen Interimstrainers Nouri. «Ich führe unheimlich viele Gespräche, für mich ist das unheimlich wichtig», sagte der Coach dem TV-Sender Sky zu seinen Trainingsmethoden. «Heute hat jeder für den anderen gefightet, gearbeitet, das war der Weg des Erfolges.»

Für Bayer traf drei Tage vor dem Königklassen-Spiel gegen Tottenham Hotspur Hakan Calhanoglu (27.) vor 41 000 Zuschauern zum zwischenzeitlichen Ausgleich. Mit nun sieben Punkten, die Bremen alle unter Nouri sammelte, sprangen die Hanseaten zumindest bis Sonntag auf Rang 13 der Tabelle. Die holprig in die Saison gestarteten Gäste stagnieren nach zuletzt zwei Bundesligasiegen mit zehn Punkten im Mittelfeld. «Die letzte Entschlossenheit, letzte Aufmerksamkeit war bei Bremen größer als bei uns», sagte Bayer-Trainer Roger Schmidt. «Ich habe eigentlich gedacht, dass wir aus den letzten Spielen gelernt haben, aber heute ist es uns wieder passiert, sehr ärgerlich.»

Werder verdiente sich den Sieg durch eine leidenschaftliche Leistung gegen spielerisch bessere Leverkusener. Nouris Ideen waren klar zu erkennen. In Kapitän Clemens Fritz stand nur ein defensiver Mittelfeldspieler vor der Abwehr. Bei Ballbesitz rückte ein Abwehrspieler - wie inzwischen bei vielen Bundesliga-Clubs üblich - ins Mittelfeld auf.

Die verdiente Führung wurde von Izet Hajrovic vorbereitet, der in der Vergangenheit bei Werder kaum gefragt war. Der Bosnier setzte sich auf der rechten Seite gegen die Innenverteidiger Jonathan Tah und Ömer Toprak durch und hebelte damit die wieder einmal weit aufgerückte Gäste-Defensive aus. Hajrovic bediente Manneh, den der vorherige Bremer Drittligacoach Nouri aus Werders Reserveteam zu den Profis geholt hatte. Gegen den 19 Jahre alte Gambier parierte Bayers Schlussmann Bernd Leno noch, gegen den Nachschuss von Junuzovic war er machtlos.

Der Ausgleich durch Calhanoglus erstes Saisontor fiel etwas überraschend. Der Türke traf per Kopf nach schöner Flanke von Kevin Kampl. Um Calhanoglu hatte es zuvor noch Aufregung gegeben. Türkische Medien hatten berichtet, Bayer habe den Spieler nicht zur Beerdigung der Großmutter in die Türkei reisen lassen wollen. Die Rheinländer wiesen dies entschieden zurück.

Erst nach dem Ausgleich kam Bayer besser ins Spiel und war bis zur Pause besser. Trotz des Ausfalls von U21-Nationalspieler Gnabry startet Werder im zweiten Durchgang jedoch erneut besser. Der Lohn war die erneute Führung durch das erste Bundesligator Mannehs. «Ich freue mich sehr für Ousman, der unheimlich viel arbeitet, der sich aufreibt fürs Team», sagte Nouri. Auch Manneh selbst war glücklich. «Ich kann es kaum glauben, hier vor 40 000 Menschen zu spielen.»

Ohne den bereits vor der Halbzeit verletzt ausgewechselten Serge Gnabry und den später ebenfalls verletzten Fritz geriet Bremen zwar zunehmend unter Druck, ernsthaft in Gefahr war der zweite Saisonsieg aber nicht. Kurz vor Schluss hätte Manneh (89.) sogar noch nachlegen können, scheiterte aber freistehend am stark parierenden Bayer-Torhüter Leno.

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erstellt am 15.Okt.2016 | 20:53 Uhr

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