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Fußball

30. September 2016 | 06:56 Uhr

Später Sieg : Ronaldo zwischen Freud und Leid - Mythos Bernabéu

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Cristiano Ronaldo tat dieser Sieg auch ein bisschen weh. Selbst wenn er am Ende doch so berauschend war mit der Wende in dramatischen Schlussminuten. Real Madrid begann seine Mission Titelverteidigung in der Champions League mit Mühe, aber letztlich erfolgreich.

Da war er, der Mythos Bernabéu. Selbst Cristiano spürte ihn an einem Abend, der dem Superstar von Real Madrid nicht nur Freude bereitete.

Dass er mit den Königlichen in den letzten Minuten einen 0:1-Rückstand vor heimischer Kulisse gegen Sporting Lissabon zu einem 2:1-Auftaktsieg in der Gruppenphase der Champions League verwandelte, tat Ronaldo auch ein bisschen weh. «Es ist der Verein, den ich liebe und der in meinem Herzen ist», sagte der Portugiese. «Es war sehr schwer für mich, gegen Sporting zu spielen, wo ich meine ersten Schritte als Fußballer gemacht habe.»

In der 89. Minute traf Ronaldo, sechs Minuten später Alvaro Morata. «Wir glauben immer bis zum Ende an uns - bis zur allerletzten Minute», betonte Ronaldo bei UEFA.com. ««So, so, so gewinnt Madrid», titelte die spanische Sportzeitung «Marca» und schwärmte: «Sie sind die besten Drahtseiltänzer der Welt.» Trainer Zinedine Zidane habe seine Fehler korrigiert, Ronaldo Real mit einem Freistoßtor zurück ins Spiel gebracht und Morata das Siegtor geköpft. «Real Madrid in seiner reinsten Form», befand «Marca»

Denn erst nachdem Zidane dreimal ausgewechselt hatte, gelang den Madrilenen die Wende. Auch Toni Kroos hatte weichen müssen, für den deutschen Weltmeister war der Kolumbianer James Rodriguez in die Partie gekommen (77.). Neun Minuten zuvor hatte Zidane Morata gebracht. «Ein bisschen glücklich, aber drei Punkte! Das ist das Wichtigste!», schrieb Kroos nach der Partie. Eine Einschätzung, die alle Real-Spieler und Verantwortlichen teilten.

«Das war ein unerwarteter Sieg», meinte sogar Zidane: «Ich weiß nicht, ob wir es verdient haben oder nicht, aber wir haben bis zum Ende dran geglaubt.» Die Partie sei aber auch eine Warnung, dass man so schlecht nicht beginnen könne wie gegen Lissabon, betonte Ronaldo. Die starken Gäste waren durch Bruno César in der 48. Minute in Führung gegangen. «Dank Bruno César sahen sie bis zur 89. Minute wie die sicheren Sieger aus», meinte auch die portugiesische Zeitung «O Record». Ronaldo schlug in seinem 350. Spiel dann aber zu und leitete die Wende im ehrwürdigen Stadion Santiago Bernabéu ein.

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erstellt am 15.Sep.2016 | 14:37 Uhr

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