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Nationalmannschaft

10. Dezember 2016 | 19:29 Uhr

«Wissen, was auf uns zu kommt» : U21 selbstbewusst ins EM-Jahr

vom

Die erste Niederlage nach 13 Siegen in Serie ist für die U21-Fußballer kein Drama. Die Kuntz-Mannschaft hat jetzt die EM 2017 in Polen im Visier - und einige Talente wollen sich noch für Löws A-Team empfehlen.

Das Ende der Siegesserie der deutschen U21-Fußballer nimmt Stefan Kuntz als zusätzlichen Ansporn für das EM-Jahr.

«Das war ein überragender Test. Die Spieler wissen jetzt genau, was im Sommer auf uns zukommt», sagte der DFB-Coach. Sieben Monate vor dem Auftakt der Europameisterschaft in Polen (16. bis 30. Juni 2017) musste seine Auswahl mit dem 0:1 im Testspiel beim EM-Gastgeber zwar einen kleinen Dämpfer verkraften, doch die Zuversicht ist ungebrochen. «Daraus lernt man am meisten, das war der richtige Test für die EM», sagte Verteidiger Niklas Stark.

Für Kuntz, der das Team im Sommer von Horst Hrubesch übernommen hatte, war es die erste Pleite im sechsten Spiel als U21-Coach. Insgesamt hatte die deutschen Youngster 13 Siege hintereinander gefeiert, ehe die Erfolgsserie am Dienstag in Tychy riss. Die DFB-Auswahl versuchte sich nach dem Rückstand durch Dawid Kownacki (57. Minute) und der Roten Karte für U21-Debütant Timo Baumgartl (83./Notbremse) aufzubäumen. Am Ende eines intensiven Länderspieljahres fehlten aber sichtlich die Kräfte.

Für Kuntz und seine Mannschaft ist die Niederlage zum Jahresabschluss kein Drama. Die EM-Qualifikation stand nach der makellosen Bilanz von zehn Siegen in zehn Spielen längst fest. In den meisten Partien dominierten die deutschen Junioren und überzeugten spielerisch, so dass DFB-Sportdirektor Hansi Flick mit der Entwicklung zufrieden ist. «Wir dürfen sehr glücklich sein über diese jungen Spieler.»

Flick freut sich auch, dass die U21 weiterhin als Ausbildungsbetrieb funktioniert. Seit der U21-EM 2015, die für das deutsche Team mit der 0:5-Niederlage im Halbfinale gegen Portugal endete, erhielten 15 Spieler eine Einladung von Bundestrainer Joachim Löw für die A-Nationalmannschaft. Zuletzt gaben Serge Gnabry, Benjamin Henrichs und am Dienstag gegen Italien Yannick Gerhardt ihr Debüt bei Löw.

Weitere Talente stehen im Blickfeld. Die Berliner Stark und Mitchell Weiser zeigten zuletzt gute Partien beim Nachwuchs. Leroy Sané, der bereits vier A-Länderspiele bestritt, agiert in der U21 extrem spielfreudig. «Im Großen und Ganzen erfüllen die Jungs die Aufgaben, die wir ihnen stellen, bereits sehr gut», stellte Kuntz fest.

Für den Trainer beginnt bald das EM-Feintuning. Am 1. Dezember wird in Krakau die Endrunde ausgelost. Mit den Testspielen am 24. März 2017 gegen England (Spielort noch offen) und vier Tage später in Stuttgart gegen Portugal nimmt die Vorbereitung dann Fahrt auf. Welche Spieler Kuntz dann zur Verfügung hat, ist allerdings offen.

Der Europameister von 1996 geht aber davon aus, dass er in Polen eine leistungsstarke, lernwillige Mannschaft aufbieten kann. «Ich glaube, dass vor allem der U21-Wettbewerb mit einer gezielten Vorbereitung, den Gruppenspielen und dem erhöhten Druck in den Finalspielen eine sehr wichtige Erfahrung für alle ist, die im Jahr 2018 an der WM in Russland teilnehmen werden», sagte Kuntz.

Kader der U21 des DFB

U21-Bereich auf UEFA-Homepage

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erstellt am 16.Nov.2016 | 10:58 Uhr

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