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Hansa Rostock

28. August 2016 | 10:46 Uhr

Hansa Rostock : Starker Erdmann im Mittelfeld

vom
Aus der Redaktion der Norddeutschen Neuesten Nachrichten

Der gelernte Innenverteidiger wird von Hansa-Trainer Christian Brand vor der Abwehrkette eingesetzt – und fühlt sich dort sichtlich wohl

Was für ein Sahnepass von Dennis Erdmann in der 85. Minute auf Flügelflitzer Stephan Andrist, der den Ball auf Marcel Ziemer zum 3:0-Siegtreffer für den FC Hansa Rostock gegen den VfR Aalen vorlegte. Der 25-jährige Erdmann war am Sonnabend erneut nicht in der Innenverteidigung zu finden, sondern im defensiven Mittelfeld – und absolvierte eine ansehnliche Partie. „Das Spiel von mir war okay, aber wichtig ist, dass wir gewonnen haben, der Einzelne ist egal. Ziemer hat seine Tore gemacht, das zählt. Er muss treffen. Ich muss Zweikämpfe gewinnen“, lautete das Fazit von Erdmann.

Dabei hat Erdmann nicht nur den entscheidenden Pass über die Aalener Abwehr gesetzt, sondern auch vor dem eigenen Strafraum gefährliche Situationen clever geklärt. „Ich muss halt sehen, dass ich in die Zweikämpfe komme, dass ich der Mannschaft damit helfe. Ich kann nicht viel am Ball. Wenn ich ihn habe, muss ich ihn schnell wieder weg kriegen. Was ich kann, sind Zweikämpfe gewinnen, laufen, alles reinsetzen, und das muss ich und jeder Einzelne in die Waagschale werfen. Dann kommen wir da unten auch wieder raus“, zeigte sich der gelernte Innenverteidiger optimistisch.

Im defensiven Mittelfeld probierte Hansa-Chefcoach Christian Brand den 25-Jährigen erstmals beim Heimspiel gegen den VfL Osnabrück (0:0) aus. „Dennis Erdmann ist Dennis Erdmann. Wenn man ihn einordnet, ihm genau sagt, was er machen muss, wenn man ihn unter Kontrolle hat, auch nervlich, wenn er sich vor allem selber unter Kontrolle hat, dann ist er ein ausgezeichneter Fußballer“, sagt der Trainer, fügt aber auch hinzu: „Die Grenze ist bei ihm aber auch manchmal sehr fließend.“ Denn in der laufenden Saison sah Erdmann bereits zehn gelbe und eine rote Karte. „Ich weiß, dass ich die Mannschaft damit schwäche. Das hat der Trainer mir auch gesagt“, erklärte der Mittelfeldmann.

Vor und zum Teil auch während des Spiels hat Brand Erdmann genau gesagt, was er von ihm erwartet. „Und das füllte er sehr gut aus. Auch das Zusammenspiel mit Stefan Wannenwetsch klappte sehr gut“, so Brand.

Für das Duo Erdmann und Wannenwetsch war das Spiel am Sonnabend die Premiere – eine mögliche Stammformation im Mittelfeld? „Klar, ich fühle mich wohl im Mittelfeld. Aber mir ist es ehrlich gesagt scheißegal, wo mich der Trainer aufstellt. Ich will einfach, dass wir so schnell wie möglich da unten rauskommen, ich habe keine Lust, gegen den Abstieg zu spielen.“

Das nächste Ziel heißt daher: ein Heimsieg gegen Erzgebirge Aue (Sonnabend, 14 Uhr). „Wir dürfen nicht zufrieden sein mit dem 3:0. Es geht sofort weiter. Jetzt wollen wir Aue weghauen. Ich weiß nicht, wer da im Mittelfeld rumturnt, das ist mir aber auch scheißegal. Wir müssen gucken, dass wir die drei Punkte hier lassen. Ich hoffe, dass dann eine würdige Kulisse im Stadion ist“, so Erdmann. Vielleicht klappt es ja auch mit einem Tor von dem 1,88-Meter-Mann? Schließlich hat er es schon gegen Aalen mit einem Seitfallzieher probiert. „Ich habe den Jungs gesagt, wäre der reingegangen, wäre ich erst Donnerstag zum Training gekommen“, sagt er mit einem Augenzwinkern.

 

 

Garbuschewski zur Untersuchung


Mittelfeldakteur Ronny Garbuschewski wird sich heute wegen seiner Adduktoren-Probleme einer ärztlichen Untersuchung unterziehen. Wann er ins Training einsteigt, ist noch unklar. Heute sind zwei Einheiten um 9.30 und um 14.30 Uhr angesetzt.

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erstellt am 16.Feb.2016 | 08:00 Uhr

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