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Hansa Rostock

27. Mai 2016 | 06:31 Uhr

Hansa Rostock : „So können wir nicht bestehen“

vom
Aus der Redaktion der Norddeutschen Neuesten Nachrichten

Stürmer Marcel Ziemer zieht sein Fazit, nachdem sich der FC Hansa in Stuttgart erneut die Rolle des Aufbaugegners überstülpen ließ

15 Spiele hatten die Stuttgarter Kickers nicht gewonnen. Auf das 1:0 gegen Magdeburg im September folgten unter anderem vier Heimniederlagen hintereinander. Jetzt ist die unheimliche Serie des Schlusslichts der 3. Fußball-Liga gerissen. Weil sich der Drittletzte FC Hansa Rostock am Sonnabend im Gazi-Stadion an der Waldau die Rolle des Aufbaugegners überstülpen ließ. 0:2 hieß es am Ende. Hätten die Rostocker gewonnen, stünden sie jetzt oberhalb der drei Abstiegsplätze…

Vollmann sagte einen Auswärtssieg voraus

Der zweifache Ex-Hansa-Trainer Peter Vollmann war auch erschienen. Aber nicht, um seinem früheren Verein die Daumen zu drücken, sondern um den nächsten Kontrahenten seines jetzigen Arbeitgebers VfR Aalen zu studieren (Sonnabend 14 Uhr im Ostseestadion). „Hansa hat die besseren Voraussetzungen, hier zu gewinnen, und wenn das geschieht, glaube ich, dass die Stuttgarter Kickers absteigen. Ihnen fehlen mit Bihr und Stein die beiden Innenverteidiger, das können die nicht ersetzen“, sagte Vollmann vor der Partie – und lag falsch. Der Ausfall ihrer etatmäßigen zentralen Abwehr stellte für die Schwaben kein Problem dar – zumal sie von den Gästen nicht genug gefordert wurden.

Sorgen mit der Abschottung des eigenen Tores hatten vielmehr die Hanseaten. Trainer Christian Brand: „Wir hatten uns viel vorgenommen, doch dann unterlief uns schon nach zehn Minuten der erste grobe Fehler (Foulelfmeter, der zum 0:1 führt – d. Red.). Wenn wir aber zum Beispiel in der Innenverteidigung immer wieder umstellen müssen, fehlt auch die Sicherheit.“ Prompt gab es für Marco Kofler die nächste Sperre. So muss gegen Aalen abermals auf jeden Fall eine Position neu besetzt werden.

Neben der ungeordneten Defensive fiel bei den Hanseaten vor allem ihre Harmlosigkeit im Abschluss ins Gewicht. „Der Elfmeter ändert viel am Spielverlauf, aber letztlich hatten wir gute Möglichkeiten und machten wieder das Tor nicht“, so Kapitän Tobias Jänicke.

Marcel Ziemer hatte die ganze Tragweite erkannt, dass nämlich die Mannschaft die Chance auf sieben Punkte Vorsprung auf die Kickers geradezu kläglich liegen ließ: „Total ärgerlich, wir hätten uns ein bisschen absetzen können. Und so etwas ist auch immer wieder traurig für die Fans, die hier mitgereist sind.“ Mit Nachdruck fügte der Stürmer hinzu: „So können wir nicht bestehen. So, wie es momentan läuft, wird es nicht funktionieren. Jeder Einzelne muss sich den Arsch aufreißen, nur das zählt.“

Nachdem die Rostocker auch die vierte Auswärtspartie bei den blauen Stuttgartern in der 3. Liga vergeigt haben, ohne zu einem Treffer zu kommen (0:9 Tore), liegt jetzt die Hoffnung auf den beiden folgenden Heimspielen: Erst ist der VfR Aalen zu Gast, am 20. Februar empfängt der FC Hansa das Spitzenteam FC Erzgebirge Aue.

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erstellt am 09.Feb.2016 | 08:00 Uhr

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