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Hansa Rostock

08. Dezember 2016 | 03:03 Uhr

FC Hansa Rostock : Nasenbeinbruch – siebenmal

vom

Hansa-Defensivmann Dennis Erdmann zieht sich in Wiesbaden rekordverdächtige Verletzung zu

Wenngleich Dennis Erdmann bereits einen Tag nach seiner schweren Verletzung – siebenfacher Nasenbeinbruch und Quetschung des Augennervs – schon wieder guter Dinge war, so muss sich der defensive Mittelfeld-Abräumer des FC Hansa mit der Rückkehr auf den Rasen gedulden. Der 26-Jährige, der beim 1:1 in Wiesbaden bei einem Zweikampf mit Philipp Müller dessen Schuh ins Gesicht bekam, wird in dieser Woche in Köln im Gesicht operiert. Beim Rostocker Fußball-Drittligisten rechnet man voraussichtlich mit drei Wochen Pause.

<p>Schwer gezeichnet vom Spiel: Dennis Erdmann. </p>

Schwer gezeichnet vom Spiel: Dennis Erdmann.

Foto: Privat

„Ich habe mich eben nochmal informiert, dem Schuh vom Wiesbadener ist nichts passiert. Aber soll ich euch was verraten?! Meine Verletzung ist mir scheißegal, wir brauchen Siege. Dafür lass ich mir gerne nochmal siebenmal die Nase brechen. Auch wenn sich ein paar (alle) Gegenspieler darüber freuen, ich setze jetzt genau sieben Tage aus und dann habt ihr eh wieder Angst vor mir“, so „Erde“ am Sonnabendvormittag auf seinem Facebook-Account – und ergänzte via Twitter: „Wille ungebrochen - jetzt ist Schonung angesagt.“

Unterdessen hat Trainer Christian Brand das Ergebnis vom Freitagabend analysiert.   „Ich bin total abgenervt. Wir hätten vergangene Woche gegen Werder II gewinnen müssen und auch hier in Wiesbaden“, sagt Brand. Es war in der Liga bereits das vierte 1:1 in Folge. „Man muss nur gucken, wo wir mit einem Sieg gewesen wären. Letztlich lautet das Fazit, dass wir für ganz oben noch nicht gut genug sind. Das mache ich daran fest, dass wir  klarste Torchancen nicht nutzen“, so der 44-Jährige, dessen Team auf Rang zehn abgerutscht ist.

Der Coach hadert vor allem mit der Chancenverwertung. „Wir haben drei oder vier – nicht Halbchancen – sondern Tausendprozentige. Die müssen wir machen. Das ist der Vorwurf, den ich der Mannschaft mache“, so Brand.

Ansonsten war der Trainer mit dem Auftritt des Teams zufrieden, wie es zum Beispiel den frühen Rückstand durch Luca Schnellbacher (22 Sekunden) sowie die verletzungsbedingte Auswechslung von Dennis Erdmann  wegsteckte und wieder in das Duell zurückfand. „Wir wollten gewinnen und sind volles Brett nach vorne marschiert. Mehr als das, kann man nicht machen und wenn man die Chancen hat, muss man gewinnen – ohne Wenn und Aber. Im Oktober haben wir alles getroffen. Da konnten wir von der Eckfahne oder aus dem eigenen Strafraum aufs Tor schießen. So ist das im Fußball. Wir können nur jeden Tag weiterüben, solange bis es klappt“, so  Brand.

Das ein Wintertransfer die Ladehemmung beheben könnte, verneint der Coach: „Ich glaube nicht, dass ein Transfer die Lösung aller Probleme vor dem Tor ist. Wir müssen aus allen Positionen Tore schießen. Stefan Wannenwetsch hätte eins erzielen können, Timo Gebhart  noch eins. Melvin Platje hatte einen Hundertprozentigen auf dem Fuß, Stephan Andrist auch. Das sind alles Spieler mit offensiven Qualitäten.“ geri

 

 

 

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