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Hansa Rostock

25. Juli 2016 | 08:16 Uhr

FC Hansa Rostock : Mordsding von „Ahli“ rettet Hansa

vom
Aus der Redaktion der Norddeutschen Neuesten Nachrichten

Rostocks Rechtsverteidiger Maximilian Ahlschwede trifft zum späten Ausgleich beim 2:2 in Dresden

In einer packenden Schlussphase sicherte sich der FC Hansa mit dem 2:2 bei Spitzenreiter Dynamo Dresden durch ein Tor von Maximilian Ahlschwede in der 90. Minute einen verdienten Punkt. Dieser Zähler kann am Saisonende noch eine Menge wert sein, denn durch das gestrige 2:0 des Chemnitzer FC in Erfurt beträgt der Abstand zwischen dem Zwölften Halle (39) und dem Drittletzten Stuttgarter Kickers (34) auf dem ersten Abstiegsplatz gerade einmal fünf Zähler. Hansa ist sieben Runden vor Schluss als Dreizehnter weiter mittendrin im Kampf um den Klassenerhalt. „Wir haben jetzt 36 Punkte. Damit ist leider noch nichts geschafft. Wir müssen dranbleiben. Es sind immer noch drei Siege, die wir brauchen“, sagt Ahlschwede.

Hansa agierte mutig und setzte den Tabellenführer früh unter Druck. Allerdings konnten die Gäste daraus zunächst kein Kapital schlagen.

Hin und wieder wurde Dynamo gefährlich, wie in der 28. Minute. Aus spitzem Winkel und mit dem Rücken zum Tor stehend überwand Justin Eilers per Hackentrick Hansa-Keeper Marcel Schuhen – 1:0 für Dresden. Alles schien den erwarteten Verlauf zu nehmen, doch Rostock wirkte nicht geschockt, sondern erlangte nach dem Wechsel sogar eine optische Überlegenheit. Die besseren Chancen boten sich freilich den Hausherren.

Urteil der Trainer

Uwe Neuhaus (Dresden): Dass bei uns ein bisschen Enttäuschung herrscht, kann jeder nachvollziehen. Es ist klar, dass sich die Gegner immer mehr auf unsere Spielweise einstellen. Natürlich hatten wir den einen oder anderen Fehler drin, bekamen es aber mit zunehmender Spieldauer in den Griff. In der zweiten Hälfte hätten wir einfach das 2:0 machen müssen.

 

Christian Brand  (Rostock): Es war ein richtig geiles Spiel, in dem alles dabei war. Gut ist, wenn man auf eine Mannschaft trifft, die fußballerische Lösungen sucht und auch versucht, etwas für das Spiel zu tun. Das kam uns sehr gelegen. Als niemand mehr damit rechnete, haben wir doch noch das 2:2 gemacht. Das zeigt einfach die Moral der Gruppe. Wir haben ein richtig gutes Spiel gemacht, Dresden beschäftigt und das umgesetzt, was wir in der Woche trainiert haben. Von daher war der Punkt unter dem Strich auch in Ordnung.

In der Schlussphase überschlugen sich die Ereignisse. Zunächst köpfte der Dresdner Marco Hartmann eine Ecke von Christian Dorda ins eigene Tor – 1:1 (82.). Dynamo reagierte wütend und schaffte durch Andrich die erneute Führung – 2:1 (87.). Er ließ Marcel Schuhen aus Nahdistanz keine Chance.

Der Rostocker Keeper setzte jedoch das Zeichen für den Ausgleich, als er den Ball umgehend aus dem Tor holte und zum Anstoßpunkt brachte. „,Schuh’ ist einfach positiv verrückt. Er hat der Mannschaft nochmal einen Wink gegeben, dass es vielleicht doch noch eine Möglichkeit geben wird, einen Punkt mitzunehmen“, sagt „Ahli“, dessen großer Moment in der Schlussminute schlug.

Gemeinsam mit Dorda führte er einen Freistoß kurz aus und traf aus 18 Metern zum 2:2. „Ich war überrascht über den Platz, den ich hatte. Christian Dorda hinterläuft nochmal, verschafft mir so die Sekunde Luft und dann war es auch ein Mordsding“, so der 26-Jährige, der in der zweiten Hälfte Kapitän war: „Kapitän von Hansa Rostock, auch wenn es nur 45 Minuten waren, ist natürlich eine geile Sache.“

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erstellt am 20.Mär.2016 | 20:45 Uhr

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