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Hansa Rostock

04. Dezember 2016 | 23:19 Uhr

Hansa im Landespokal : Letztlich eine klare Sache

vom
Aus der Redaktion der Norddeutschen Neuesten Nachrichten

Hansa 8:1 im Landespokal beim Güstrower SC 09. Bis zur Pause war es ein ausgeglichenes Duell

Souverän zog Drittligist FC Hansa am Sonnabend vor über 1800 Zuschauern im Friedrich-Ludwig-Jahn-Stadion durch ein 8:1 (2:0) beim Verbandsliga-Vierten Güstrower SC 09 ins Viertelfinale des Fußball-Landespokals um den Lübzer Pils Cups ein. Wobei die Klarheit des Ergebnisses erst in der Schlussviertelstunde zustande kam.

In der ersten Halbzeit bekam der hohe Favorit keinen rechten Zugriff auf die Partie, spielte zu gemächlich und oft technisch unsauber. Der Gastgeber übte sich in keiner Weise im Betonanrühren, war gleichwertig, trat sogar gefälliger in Erscheinung und hätte nach Freistoß von
Sava-André Mihajlovic durch Björn Boy (31./aus Nahdistanz übers Tor) gut und gern 1:0 in Führung gehen können. Die Rostocker waren vorerst nur bei den Ecken überlegen, und nicht von ungefähr resultierte aus selbigen praktisch zweimal das gleiche Tor: Stefan Wannenwetsch bringt die Kugel von links zur Mitte, Tommy Grupe vollstreckt per Kopf, einmal ins vordere Eck (39.), dann mehr nach rechts (45.+2) – 2:0 zur Pause.


Erstes Gegentor nach 1212 Minuten


Die Barlachstädter hörten nie auf, ihr Heil in der Offensive zu suchen, und wurden mit dem 1:3 durch Rico Keil nach schöner Vorarbeit von Björn Plate belohnt (73.).

Es war ein geradezu historischer Treffer: Vorher hatte Hansa im Landespokal seit dem Halbfinal-1:2 gegen den damaligen Oberligisten Neubrandenburg am 2. April 2014 sage und schreibe 1212 Minuten lang kein Gegentor kassiert (Elfmeterschießen nicht einberechnet). Dazwischen lagen zwölf volle Begegnungen plus eine Verlängerung „zu null“ sowie zwei komplette Wettbewerbe!

Die Güstrower wollten jetzt mehr, doch das, einhergehend mit schwindenden Kräften, ging nach hinten los: Zwei Minuten später war der alte Abstand wiederhergestellt, danach brach es über die Roten herein. Bei den Hanseaten trafen sämtliche drei Einwechsler. Einer von ihnen, Melvin Platje, stand auch als vorletzte „Station“ mehrfach im Fokus.

Die letzten fünf Minuten bestritten die Gäste in Unterzahl, nachdem sich der angeschlagene Stephan Andrist vorzeitig in die Kabine begab.

Letztlich geriet Hansa nicht mal in die Nähe einer solchen Blamage, wie sie sich unlängst Liga-Kontrahent SG Sonnenhof Großaspach leistete. Der schied im Württemberg-Pokal gegen einen Sechstligisten aus – 0:4 nach Verlängerung im Duell mit der SGV Freiberg. Aber selbst das ist noch zu toppen: Bereits eine Runde vorher verabschiedete sich Jahn Regensburg beim Bezirksligisten TV Aiglsbach (7. Liga!).

Güstrow: Kirsch – Bartelt (V), Plate, Bormann, Lau – Zirnsack (55. Berndt), Fichelmann, Boy, Hinrichs (83. Tim Behrens) – Schuller (65. Keil), Mihajlovic. Weiter im Kader: Scheller, Riedel

Rostock: Aubele – Jänicke, Grupe, Dorda, Holthaus – Erdmann (65. Stevanovic) – Andrist, Wannenwetsch, Fehr (46. Ülker) – Ziemer, Gebhart (46. Platje/V). Außerdem im Kader: Eric Behrens – Benyamina

Schiedsrichter: Markhoff (SC AWO Hagenow 96)

Zahlende Zuschauer: 1851

Tore: 0:1 Grupe (39.), 0:2 Grupe (45.+2), 0:3 Ziemer (49.), 1:3 Keil (73.), 1:4 Ülker (75.), 1:5 Platje (78.), 1:6 Stevanovic (82.), 1:7 Ülker (85.), 1:8 Ziemer (90.)

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erstellt am 13.Nov.2016 | 21:00 Uhr

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