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Hansa Rostock

29. Juni 2016 | 14:34 Uhr

Hansa Rostock im Trainingslager : Klare Ansage: Alle gehen zur Toilette

vom
Aus der Redaktion der Norddeutschen Neuesten Nachrichten

Auf dem Weg ins Trainingslager war WC im Flieger eingefroren / Hanseaten wären fast in Schönefeld zwischengelandet

Für Fußball-Drittligist FC Hansa Rostock hat gestern das einwöchige Trainingslager in Lara begonnen. Was niemand ahnte – es war eine turbulente Anreise. Der Tag im Zeitraffer:

7 Uhr: Die Abfahrt ist diesmal für zwei Stunden später anberaumt als in den beiden vorangegangenen Jahren, als Südost-Spanien das Ziel war und schon früh um fünf Richtung Flughafen Berlin-Tegel aufgebrochen wurde. Diesmal aber wird praktisch vor der Haustür abgeflogen. Die Außentemperatur beträgt minus sechs Grad.

7.11 Uhr: Abfahrt vor dem Eingang West des Ostseestadions. Der Team-Bus gab am Vortag fürs Erste den Geist auf. Deshalb hat sich die Mannschaft auf fünf Kleintransporter verteilt. Wie es scheint, haben sie beim FC Hansa die Ruhe weg: Kaum anderthalb Stunden verbleiben bis zum Abflug…

7.40 Uhr: Ankunft am Terminal in Rostock-Laage.

8.08 Uhr: Auch Cheftrainer Christian Brand passiert unbeanstandet die Sicherheitskontrolle.

8.31 Uhr: Ein „Ramp Agent“ vom Flughafenpersonal wendet sich an Teammanager René Chaberny: Irgendwo an Bord sei in einer Leitung Wasser gefroren, demzufolge würden auch die Toiletten nicht funktionieren, die Spieler mögen also jetzt alle sicherheitshalber noch mal das WC aufsuchen. Es werde daran gearbeitet, das Problem zu beheben, doch sollte dies nicht gelingen, würde die Maschine in Berlin-Schönefeld landen, dann müsste in einen anderen Flieger umgestiegen werden.

8.40 Uhr: Die Fluggäste begeben sich an Bord.

8.55 Uhr: Zehn Minuten nach der geplanten Abflugzeit meldet sich der Kapitän zu Wort und bittet um Nachsicht für die kleine Verzögerung. Die Toiletten seien im Moment nur eingeschränkt benutzbar, doch werde innerhalb einer halben Stunde alles wieder funktionieren.

9.06 Uhr: Die weiß-grüne Boeing 737-700 der Germania Fluggesellschaft mbH hebt ab, der Trip von Laage nach Antalya über 2400 Kilometer hat begonnen.

9.45 Uhr: Flug Nummer ST6012 hat die Reiseflughöhe von 12 500 Metern erreicht. Der „Wasserschaden“ ist behoben. Die Maschine hat Deutschland bereits überquert, fliegt an Prag vorbei und nimmt Kurs auf den bulgarischen Luftraum. An Bord passiert nichts Aufsehenerregendes. Die meisten Spieler schlafen (wobei an Bord so viel Platz ist, dass sich die meisten komfortabel über drei Sitze ausstrecken können), hören Musik oder sehen sich einen Film an.

10.25 Uhr: Torwartcoach Stefan Karow nutzt die Zeit, um am Laptop Trainingspläne zu überarbeiten und Daten zu analysieren: „Ich werte unter anderem den Leistungsstand unserer Keeper von der U 12 bis zur U 19 aus, um feststellen zu können, woran es in der Rückrunde individuell weiter zu arbeiten gilt.“

11.10 Uhr: Bei einer Geschwindigkeit von 935 Kilometern pro Stunde befindet sich die Boeing nunmehr über der Türkei. Unterhalb des strahlend blauen Firmaments ist nur „Zuckerwatte“ zu sehen – eine geschlossene weiße Wolkendecke. Noch knapp eine Stunde bis zur Landung.

11.57/türkische Zeit 12.57 Uhr: Die Maschine setzt etwas grob nach nur 2:50 absolut entspannten Stunden Flugzeit in Antalya auf. Merhaba, Türkiye – hallo, Türkei: Der FC Hansa ist zum zweiten Mal nach Belek 2013 zu Gast in Kleinasien.

14.15 Uhr: Am Sperrgepäck-Lift werden die letzten noch fehlenden Koffer in Empfang genommen. Derweil ist ein paar Meter weiter Bundesligist VfB Stuttgart eingetroffen – einschließlich Weltmeister Kevin Großkreutz, der von Galatasaray Istanbul zu den Schwaben wechselt.

14.20 Uhr: Wieder unter freiem Himmel. Regengrau ist es in Antalya, jedoch trocken bei 15 Grad Celsius – was für ein Gegensatz zum kalten deutschen Nordosten. „Hier ist es ja über 20 Grad wärmer als in Rostock“, so Mittelfeldspieler Kai Schwertfeger.

14.24 Uhr: Der Bus zum Hotel fährt ab. Vorbei geht es an Frucht tragenden Orangenbäumen, Palmen sowie Unmengen von Gewächshäusern und -zelten. Gute Sache: Die Ampeln haben eine Anzeige, wie viel Sekunden es noch dauert, bis sie wieder von Rot auf Grün umschalten.

Gegen 15 Uhr: Das Hotel Titanic Beach Lara ist erreicht. Die Mannschaft begibt sich zunächst zum Mittagessen.

18 Uhr: Auf dem drei Kilometer entfernten Trainingsgelände beginnt unter Flutlicht die erste Übungseinheit vor rund 40 Hansa-Anhängern. Bei diesem Empfang ließ es sich Christian Brand nicht nehmen, eine kleine Ansprache zu halten: „Wir wollen den Klassenerhalt schaffen, dafür brauchen wir euch, ohne euch geht gar nichts!“ Mit tosendem  Beifall geht es für die Profis los…

 

13 Doppelzimmer für die Spieler

Die Spieler verteilen sich im Hotel folgendermaßen auf 13 Doppelzimmer: Marcel Ziemer/Marcel Gottschling, Marco Kofler/Hasan Ülker, Soufian Benyamina/Dennis Erdmann, Marcus Hoffmann/Markus Gröger, Stephan Andrist/Kai Schwertfeger, Marcel Schuhen/Maximilian Ahlschwede, Florian Esdorf/Maik Lukowicz, Matthias Henn/Robin Schröder, Tobias Jänicke/Tommy Grupe, Christian Dorda/Maik Baumgarten, Tom Trybull/Michael Gardawski, Julius Perstaller/Johannes Brinkies, Eric Birkholz/Martin Leu (Torhüter der A-Junioren bzw. der U21)

Einzelzimmer bezogen die Trainer Christian Brand, Uwe Ehlers, Stefan Karow und Björn Bornholdt, die Physiotherapeuten Frank Scheller und Tobias Hamann, Teammanager René Chaberny sowie Zeugwart Andreas Thiem.


 

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erstellt am 06.Jan.2016 | 06:30 Uhr

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