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Hansa Rostock

05. Dezember 2016 | 09:31 Uhr

FC Hansa Rostock : Hansas neue Offensiv-Variabilität

vom
Aus der Redaktion der Norddeutschen Neuesten Nachrichten

Mit Stefan Wannenwetsch kommt ein vielseitig einsetzbarer Mittelfeldspieler zum Fußball-Drittligisten, der auch Bundesliga-Erfahrung hat

Fußball-Drittligist FC Hansa Rostock hat vor dem Ende der Wintertransferperiode noch mal ordentlich zugeschlagen: Mit Stefan Wannenwetsch und Melvin Platje spielen nun zwei offensive Kräfte für den Traditionsverein. Beide sind bei der gestrigen Nachmittagseinheit zur Mannschaft gestoßen – und wurden dabei von Cheftrainer Christian Brand vorgestellt.

Mit dem 24-jährigen Wannenwetsch holte sich der FC Hansa einen Spieler mit Bundesliga-Erfahrung, sein Ex-Verein ist der FC Ingolstadt. Und ausgerechnet beim Spiel gegen den FC Bayern München kam der Mittelfeldakteur zu seinem ersten Einsatz – für 37 Minuten. „Es hat sich vorher schon angebahnt, weil wir personelle Probleme auf meiner Position hatten. Als ich reinkam, stand es noch 0:0,
leider haben wir dann 0:2 verloren…“, sagt er.

Bereits zu Beginn der Vorbereitung bei Ingolstadt habe ihm der Trainer mitgeteilt, dass er keinen Platz in der
ersten Mannschaft bekomme. „Ich möchte wieder regelmäßig auf den Platz und spielen – und dem FC Hansa in der 3. Liga helfen“, sagt Wannenwetsch. Zudem passe das System, das der Hansa-Coach auf den Platz bringen möchte, zu dem Mittelfeldakteur. „Er will mit kurzen, flachen Pässen spielen und schnell nach vorne gehen, das liegt mir.“

Und auch Christian Brand sieht in Stefan Wannenwetsch eine Verstärkung: „Er ist auf der Sechser-Position oder auch auf der Acht einsetzbar. Je nachdem, welches System wir spielen wollen. Das gibt uns eine Variabilität, die vorher nicht da war.“

Nach einem 14-Stunden-Anreisetag ließ der 1,77 Meter große Kicker den ersten Trainingstag ruhig angehen. „Zwar führte ich schon seit Mitte Januar Gespräche mit Christian Brand, aber ich wusste erst Montag um 14.30 Uhr, als ich den Vertrag unterschrieben hatte, dass es bei Hansa klappt.“ Gegen 21 Uhr ist er am Montag in Berlin gelandet, wurde dann von Fahrer „Aschi“ Aschenbrenner abgeholt und konnte um 23 Uhr sein Zimmer im Hotel Sportforum beziehen. Nördlicher als Berlin ist er bislang in der Bundesrepublik noch nicht
gewesen. „Ich wohnte auch bisher nicht mehr als anderthalb Fahrstunden von zu Hause weg. Es ist schon ungewohnt und wird sicher eine Umstellung für mich, wenn ich mit meiner Familie nur telefonieren kann. Aber sie können mich ja besuchen kommen.“ Auch seine Frau Kim ist erst mal noch in Ingolstadt geblieben. Dennoch hielt die Trennung den 24-Jährigen nicht von einem Wechsel ab, zumal ihm ein Ex-Rostocker etwas vorgeschwärmt hat: Max Christiansen. „Zwar ist Hansa als Traditionsverein bekannt, aber ich wollte trotzdem die Meinung eines ehemaligen Spielers hören. Das Drumherum, vor allem auch mit den Fans hier, ist mehr als in Ingolstadt“, so Wannenwetsch.

Auch der Holländer Melvin Platje, der vom französischen Zweitligisten Stade Brest an die Ostsee wechselte, hat sich bei einem Ex-Hanseaten über den Verein erkundigt. „Johan Plat hat mir nur Gutes vom FC Hansa erzählt. Per Internetsuche habe ich mich noch weiter über den Verein informiert. Und was ich an meinem ersten Tag sehe, ist beachtlich“, so der 28-Jährige. Plat und er heuerten beide beim niederländischen Verein FC Volendam an. „Zusammen gespielt haben wir aber nicht, ich war in der zweiten Mannschaft.“ Die deutsche 3. Liga kenne er zwar noch nicht so, dennoch weiß auch der Mittelstürmer um die derzeitige Situation des FC Hansa. „Ich hoffe, dass ich der Mannschaft helfen kann und einige Tore erziele, damit wir aus dem Tabellenkeller rauskommen.“

Stevanovic kickt wieder

Ein nicht Unbekannter hat sich gestern Nachmittag auch wieder auf den Trainingsplatz gewagt: Aleksandar Stevanovic durfte erstmals seit seinem Kreuzbandriss Ende September wieder individuell mit Physiotherapeut Tobias Hamann und Mitspieler Tommy Grupe (ebenfalls Kreuzbandriss) mit dem Ball trainieren.

„Nach vier Monaten kann ich endlich wieder raus. Ich möchte mich langsam an den Ball und den Platz gewöhnen“, sagt der 23-jährige Stevanovic.

Zwar reiche es noch nicht für das Mannschaftstraining, „aber es geht mir gut. Ich lasse es ruhig angehen und schaue jeden Tag, wie es mit dem Knie läuft“.

Während bei der Vormittagseinheit Tommy Grupe noch Reha-Übungen absolvierte, konnte auch er am Nachmittag wieder auf den Platz und mit dem runden Leder trainieren. Zum Ende absolvierte er noch eine Laufeinheit.

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erstellt am 03.Feb.2016 | 08:00 Uhr

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