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Hansa Rostock

10. Dezember 2016 | 13:48 Uhr

Mitgliederversammlung : Hansa Rostock: Weiter rote Zahlen

vom

Fußball-Drittligist machte in der vergangenen Saison 882 000 Euro Miese. Neuer Aufsichtsrat gewählt

Beim Fußball-Drittligisten FC Hansa Rostock scheint wieder etwas mehr Ruhe eingekehrt zu sein. Ohne nennenswerte Zwischenfälle verlief gestern Nachmittag die ordentliche Mitgliederversammlung, zu der 1113 Vereinsmitglieder  (1043 stimmberechtigt)  in die Rostocker Stadthalle gekommen waren. „Ich glaube, dass wir aus unseren Fehlern gelernt haben. Man muss deutlich sagen, dass die letzte ordentliche Mitgliederversammlung aus den Fugen geraten war. Das haben wir hier selbstkritisch angemerkt“, sagte Hansa-Vorstandschef Robert Marien.

Ex-Boss Dahlmann wird entlastet

Selbst Dr. Sybille Bachmann, die im vergangenen Jahr niedergebuht wurde, durfte diesmal nahezu ungestört ihren Redebeitrag ausführen. Keinerlei aggressive Grundstimmung störte die Veranstaltung, auf der auch die Ergebnisse der  Innenrevision 2015 dargelegt wurden. Im neuen zweiten Bericht, der erste wurde vom Verein als nicht fundiert genug erachtet, wurde Ex-Vorstandschef Michael Dahlmann nunmehr entlastet. Es sei kein wirtschaftlicher Schaden entstanden, zumindest keiner, der juristische Folgen hätte. Als größter Fehler wurde jedoch angesehen, dass der Club bereits  vor der Revision den Aufhebungsvertrag mit Dahlmann geschlossen hatte. Anschließend wurde der ehemalige Vorstand für die Saison 2014/15  – Michael Dahlmann, Constanze Steinke, Rainer Friedrich – entlastet. Im vergangenen Jahr war dies noch verweigert worden. Pikant: Die Entlastung des Aufsichtsrates – Dr. Uwe Neumann, Torsten Völker, Ingo Brauer, Harald Ahrens, Jörg Hempel, Thomas Abrokat, Andreas Zachhuber, Jan-Hendrik Brincker und Thomas Klemm – für 2014/15 und 2015/16 wurde verweigert. Der aktuelle Vorstand sowie der Aufsichtsrat – Rainer Lemmer Martin Ohde, Torsten Völker, Timon Ebert, Edgar Schulze, Christian Stapel – wurden im Hinblick auf die  Saison 2015/16  satzungsgemäß entlastet.

Finanzvorstand Christian Hüneburg bezifferte den aktuellen Schuldenstand von Hansa auf 15 Millionen Euro. Für das Spieljahr 2016/17 kalkulieren die Norddeutschen mit einem Defizit von 250 000 Euro. Allerdings betonte Hüneburg, dass sich das Minus durch das drohende Geisterspiel wegen der Vorfälle bei der Auswärtspartie in Magdeburg noch erhöhen kann. Gut 250 000 bis 300 000 Euro zusätzlich könnte dies bedeuten. 2015/ 16 machte Hansa 882 000 Euro Miese. Insgesamt stehen dabei 16,761 Millionen  Euro an Erträgen, immerhin 17,643 Millionen Euro Aufwendungen (Lizenzspieleretat: 3,179 Mio) gegenüber. Das Eigenkapital sank  von 3,191 Mio (Stand: 30. Juni 2015) auf 2,036 Mio (30. Juni 2016).

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erstellt am 20.Nov.2016 | 21:54 Uhr

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