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Hansa Rostock

24. Juli 2016 | 22:28 Uhr

Nur 0:0 gegen VfL Osnabrück : Hansa Rostock verpasst Befreiungsschlag

vom

Fußball-Drittligist FC Hansa Rostock hat den ersehnten Befreiungsschlag im Kampf gegen den Abstieg mit einem 0:0 gegen den VfL Osnabrück erneut verpasst. Hansa bleibt als 18. auf einem Abstiegsplatz einen Zähler hinter dem rettenden Ufer.

Ronny Garbuschewski fehlte am Samstag eine Handbreit, um bei seinem Debüt im Trikot des Fußball-Drittligisten FC Hansa Rostock gefeiert zu werden. Der Schuss des 29 Jahre alten Mittelfeldspielers klatschte in der 20. Minute des Nordderbys gegen den VfL Osnabrück gegen den linken Pfosten und nicht ins Tor. Die Null stand auch am Ende, aber den neue Mann durfte sich für seinen couragierten Auftritt durchaus Punkte anschreiben. „Man hat schon gesehen, dass er ein guter Kicker ist, der uns weiterhelfen wird“, befand Hansa-Kapitän Tobias Jänicke nach dem torlosen Unentschieden, das die Rostocker nicht von den Abstiegsplätzen wegbrachte.

Das war ein Wermutstropfen nach einem Auftritt, der das peinliche 1:5 vom Jahresauftakt bei Fortuna Köln zwar nicht vergessen ließ. Aber den Schmerz wenigstens etwas linderte. „Wir wollten Reaktion zeigen.

Und das haben wir getan. Aufgrund des Spielverlaufs hätten wir auch einen dreckigen Sieg verdient gehabt“, befand Mittelfeldspieler Kai Schwertfeger durchaus zu Recht. „Die Mannschaft hat sich selbst aus dem Sumpf des Spiels in Köln wieder herausgearbeitet“, lobte Trainer Christian Brand.

Eine Halbzeit lang war von der hanseatischen Abteilung Attacke vor immerhin 14 000 Zuschauern im Ostseestadion bis auf Garbuschewskis Aufreger praktisch nichts zu sehen. Aus gutem Grund. „Nach dem Köln-Spiel war es wichtig, dass wir hinten definitiv gut stehen. Das ist uns gelungen. In der zweiten Halbzeit haben wir uns auch gute Chancen herausgespielt“, sagte Torhüter Marcel Schuhen. Der 23-Jährige hielt die sein Team im Spiel, als er stark gegen Osnabrücks Massimo Ornatelli parierte (25.).

Nach dem Wiederanpfiff musste Schuhen ebenfalls noch einmal ernsthaft eingreifen. Ansonsten beherrschte Hansa auf schwierigem Geläuf die Partie weitestgehend. Belohnt wurden die Hausherren für Einsatz und Engagement aber einmal mehr nicht. „Das ist ärgerlich. Wir hatten enormen Druck aufgebaut“, resümierte Innenverteidiger Matthias Henn.

Der in die Startelf zurückgekehrte Routinier hatte in Florian Esdorf einen Debütanten an seiner linken Seite, der seine Sache mehr als ordentlich machte. „Kalt wie Hundeschnauze. Dem Jungen gehört ein Sonderlob“, befand Schlussmann Schuhen über den 20-Jährigen aus der eigenen Nachwuchsabteilung.

Nach der Leistung wird Esdorf wohl auch am kommenden Samstag bei den Stuttgarter Kickers wieder ran dürfen. Mit den Schwaben haben die Hanseaten nach der 0:1-Pleite im Hinspiel noch eine Rechnung offen.

Und eigentlich noch eine zweite. Sollten die Rostocker die drei Punkte mit nach Hause nehmen, würde es für sie in Sachen Ligaverbleib wieder ein Stückchen besser aussehen. Die Sorgen der auf dem letzten Tabellenplatz rangierenden Kickers würden hingegen weiter anwachsen.

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