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Hansa Rostock

08. Dezember 2016 | 08:51 Uhr

FC Hansa Rostock : Hansa im Pyro-Würgegriff: Droht ein Geisterspiel?

vom
Aus der Redaktion der Norddeutschen Neuesten Nachrichten

Spielunterbrechung durch Abbrennen von Leuchtfakeln – dem Verein drohen Zuschauerauschluss und Einnahmeverluste

Unschöne Szenen in der Magdeburger MDCC-Arena: In der 48. Minute des Ost-Klassikers zwischen dem FC Hansa und dem 1. FC Magdeburg wurden im Block der Rostocker etwa 40 rot leuchtende  Pyrofackeln entzündet. In der Mitte des mit 2300 Anhängern gefüllten Blocks entstand sogar ein offenes Feuer. Zudem flogen Feuerwerkskörper und Raketen teilweise unters Dach oder blieben im Fangnetz hängen. Nach einer Unterbrechung von gut zwei Minuten wurde die Partie zwar fortgesetzt, doch lag  nicht nur ein Schatten über dem weiteren Spielverlauf durch die Ausschreitungen, sondern auch ein dichter  Nebel verhüllte das Stadion, sodass Schiedsrichter Benjamin Brand schließlich insgesamt für sechs Minuten unterbrechen musste. Dem FC Hansa  droht nun ein Geisterspiel.

Das ist mehr als wahrscheinlich, denn das Sportgericht des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) hatte den FCH im November 2015 zu einer Bewährungsstrafe für ein  Heimspiel unter vollständigem Ausschluss der Öffentlichkeit („Geisterspiel“) verurteilt – dies würde einen Einnahmeverlust in Höhe  von  300 000 Euro für die Kogge bedeuten. Diese Frist gilt noch  bis zum 28. Februar 2017. „Der FC Hansa steht für eine offene, bunte und lebendige Fankultur. Das Abbrennen von Pyrotechnik wie in Magdeburg gehört nicht dazu. Unser Verein steht unter Bewährung, und derartiges Verhalten schadet unserer Kogge massiv“,  sagte Robert Marien, Vorstandsvorsitzender des FCH.

Im Vorfeld der Partie veröffentlichte der Traditionsverein auf der Internetseite sowie in sozialen Medien einen Aufruf, „sich im Sinne unseres FC Hansa zu präsentieren und alles, was unserem Verein schaden könnte, zu unterlassen. […] Allen sollte bewusst sein, dass wir nach wie vor unter Bewährung stehen und bei weiteren Verfehlungen der Fans ein Heimspiel unter vollständigem Ausschluss der Öffentlichkeit nicht mehr abzuwenden ist“, heißt es von den Verantwortlichen.

Ein Appell, der von einigen der Anhänger ignoriert wurde. Dennoch wolle der Verein weiterhin den Dialog mit den Fans wie der AG Süd suchen, betonte der Vorstandsvorsitzende.  „Zuletzt haben unsere Anhänger bei Heimspielen gezeigt, was großartige und farbenfrohe Unterstützung bedeutet.  Von Handlungen wie in Magdeburg distanzieren wir uns aber deutlich und werden mit unseren Möglichkeiten versuchen, zu helfen, die entsprechenden Personen zu identifizieren“, sagte Robert Marien.

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erstellt am 06.Nov.2016 | 20:30 Uhr

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