zur Navigation springen

Hansa Rostock

09. Dezember 2016 | 20:20 Uhr

FC Hansa Rostock : Hansa erkämpft spät einen Punkt

vom

Rostock erkämpft sich in einem harten Spiel gegen Magdeburg ein 1:1. Hansa-Fanblock sorgt für Unterbrechungen.

Rassiges Ost-Duell des  FC Hansa Rostock beim  1. FC Magdeburg: Vor  21 001 Zuschauern endet die Partie 1:1 (1:0) und mit insgesamt drei Platzverweisen. Tragische Figur auf Rostocker Seite ist Timo Gebhart, der nach dem Jubel über den Ausgleichstreffer Gelb und Gelb-Rot sah. „Ich mache das Tor – ziehe mein Trikot aus, das ist die gelbe Karte. Dann habe ich mich zu den gegnerischen Fans gefreut,  weil ich dort öfters beleidigt worden bin – dafür habe ich die zweite gelbe Karte bekommen, weil ich sie provoziert habe. Ich hätte da  cooler bleiben müssen“, erklärt der 27-jährige Offensivmann.  Zudem flogen auf Magdeburger Seite Christoph Handke (Gelb-Rot) und Butzke (Rot) vom Platz. 

Gebhart übernahm in dem Match die Rolle von Marcel Ziemer, der wegen einer Erkältung ausfiel. Außerdem baute Chefcoach Christian Brand auf einer weiteren Position um: Marco Kofler rutschte an Stelle von Marcus Hoffmann (Sprunggelenksverletzung) in  die Innenverteidigung.

Die Partie begann nicht nur auf den Rängen mit aufgeheizter Stimmung, sondern auch auf dem Rasen wurde der Derby-Charakter gelebt, und es ging kämpferisch zur Sache. „Das war schon eine ziemlich abgefahrene Nummer. Man musste immer den Überblick bewahren“, sagt Brand.

Oberwasser hatten die Hanseaten vor allem in den ersten 15 Minuten – Gebhart bot sich nach zwei Minuten die erste Gelegenheit, nachdem ein Eckball den Weg zu ihm fand, doch dieser streifte nur das Außennetz. „Da hätte ich ruhiger bleiben müssen, den Ball annehmen und einen Haken schlagen“, so Gebhart. Und Stephan Andrist hatte nach einem sehr guten Pass von Tobias Jänicke zwischen die Magdeburger Abwehr eine Großchance auf dem Fuß, traf aus dem Lauf aber nicht richtig (13.). Der Schweizer hätte noch ein paar Meter gehen sollen.

Danach schlichen sich Fehler bei den Rostockern ein – Ballverluste und Fehlpässe brachten die Hausherren in die Partie. Und folglich auch die Führung für den 1. FCM durch Christian Beck (42.), der  sich mit Marius Sowislo und Tobias Schwede durch die Hansa-Abwehr kombinierte.

Die zweite Halbzeit war hingegen  eher zäh. Dann sah der Magdeburger Handke,  bereits verwarnt, die Ampelkarte (65.). In  Unterzahl biss sich Hansa  zunächst die Zähne an Magdeburg aus, konnte erst mit  einem Freistoß, ausgeführt von Ronny Garbuschewski und verwandelt von Gebhart, in der Nachspielzeit den 1:1-Ausgleich erzielen (90.+3).  „Ronny hat uns schon in der vergangenen Saison auf diese Weise helfen können. Ich bin froh, dass es  wieder geklappt hat“, sagt Brand.

Nach dem Jubelrausch gab es Gelb-Rot und Rot. „Ich habe nur gesehen, dass irgendwelche Farben durch die Luft flogen. Der Linienrichter hat mir die Sachlage erklärt“, erzählt Brand   – und es ging mit neun Magdeburger gegen zehn Rostocker   weiter.  Für einen weiteren Treffer  reichte die Zeit dann aber nicht mehr.

Urteil der Trainer

Jens Härtel (Magdeburg): Wir sind unzufrieden, dass es am Ende nicht gereicht hat, um die drei Punkte da zu behalten. Ich denke, dass es auch hoch verdient gewesen wäre, weil ich glaube, dass wir die besseren Möglichkeiten hatten. Aus dem Spiel heraus haben wir Hansa nicht so viel zugelassen – auch in Unterzahl nicht. Aber wir wussten, dass sie bei Standards gefährlich sind. Trotzdem Respekt an die Jungs, was sie geleistet haben. Im Moment sind wir sehr niedergeschlagen.

Christian Brand (Rostock): Ich glaube, wir haben gut angefangen, sehr gut Fußball gespielt. Wir konnten uns häufig aus der Pressingsituation von Magdeburg lösen. Dann haben wir ein bisschen angefangen zu daddeln, verloren leichte Bälle und brachten so den Gastgeber ins Spiel. Magdeburg hatte  dann ein paar gute Chancen durch Christian Beck,  spielte  es auch in der Folgezeit gut und ging verdient in Führung. Wir sind ganz gut aus der Pause gekommen. Wir haben Lösungen gesucht  und so verdient den Ausgleich gemacht. Ich glaube, dass der Punkt soweit in Ordnung geht.

zur Startseite

von
erstellt am 05.Nov.2016 | 16:37 Uhr

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen