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Hansa Rostock

27. Juli 2016 | 07:44 Uhr

Drittligist : Hansa bleibt vorerst Horror-Szenario erspart

vom
Aus der Redaktion der Zeitung für die Landeshauptstadt

Drittligist verhindert Absturz auf Abstiegsplatz / Später Punktgewinn gegen Osnabrück als Initialzündung?

Da blieb dem FC Hansa an Halloween ein Horror-Szenario erspart: Die Rostocker retteten am Freitagabend mit dem 2:2-Unentschieden gegen den VfL Osnabrück nicht nur einen wichtigen Punkt, sondern entgingen auch haarscharf dem Absturz auf einen Abstiegsplatz der 3. Liga. Der hätte vereinshistorisch betrachtet einen neuerlichen Tiefpunkt markiert und den Traditionsclub in eine noch tiefere Krise gestürzt.

Insofern verwunderte es nicht, dass nach der dramatischen Partie alle Beteiligten von einem gefühlten Sieg sprachen. „Das zeigt, dass die Mannschaft lebt und sie den Willen hat, bis zum Schluss zu kämpfen“, sagte Sascha Schünemann, der erneut auf der ungewohnten Position des linken Verteidigers zum Einsatz kam.

Der 22-Jährige fand wie die gesamte Mannschaft eigentlich recht gut ins Spiel, sah sich aber wie so oft in dieser Saison um den Lohn der Mühen gebracht. „Wir fabrizierten wenig Ballverluste und besaßen gute Möglichkeiten, um Tore zu erzielen“, so Schünemann.

Vor allem Youngster Dennis Srbeny verpasste es mehrfach, die Rostocker in Führung zu bringen. „Man hat ja gesehen, dass ich eine Riesenchance auf dem Fuß hatte. Bei der zweiten Möglichkeit muss ich den Ball ablegen, anstatt selbst zu schießen. Mir fehlte in den Szenen die Abgeklärtheit. Aber ich bin noch jung, versuche da- ran zu arbeiten“, gestand der 20-Jährige selbstkritisch ein.

Stattdessen schlugen die cleveren Osnabrücker zum 1:0 zurück. Dem Elfmeter zum 0:2, den Keeper Johannes Brinkies mit einem Foulspiel im Strafraum verursachte, ging ein böser Ballverlust von Schünemann voraus: „Was ich mir bei dem Pass gedacht habe, weiß ich nicht. Am liebsten hätte ich mich in dem Moment eingegraben.“

Daher war er froh, dass sich das Blatt dank der zwei Treffer von Mustafa Kucukovic in der Nachspielzeit zum Guten wendete. „Er war genauso heiß wie alle anderen. Selbst Pommes (Brinkies – d. Red.) stürmte nach vorne und wollte das Tor erzielen. Ich bin überglücklich, dass wir uns für diese Leistung noch belohnt haben.“

Auch Srbeny, mittlerweile ausgewechselt, fieberte auf der Ersatzbank mit. „Nach dem Anschlusstreffer hat man gespürt, dass noch was drin ist. Auch wenn ein Sieg möglich war, durch den späten Ausgleich war es ein Punkt für die Moral. Mit einem Dreier nächstes Wochenende gegen Stuttgart II sähe das Ganze schon wieder anders aus.“

 

 

 

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erstellt am 02.Nov.2014 | 20:57 Uhr

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