zur Navigation springen

Hansa Rostock

28. Juli 2016 | 10:38 Uhr

FC Hansa Rostock : Frühes 0:1 wirft Hansa aus der Bahn

vom

Sang- und klanglos 0:2 bei den Stuttgarter Kickers

Schlapp, verunsichert und als Ausbeute nur ein  – noch dazu  nicht anerkanntes –  „Eigentor“: Sang- und klanglos  verlor der FC Hansa Rostock in der 3. Fußball-Liga beim Schlusslicht Stuttgarter Kickers 0:2 (0:1). Nicht nur  der Vorstandsvorsitzende Markus Kompp  rang unmittelbar nach dem Abpfiff um Worte („Fragen Sie den Trainer“)…

Chefcoach  Brand ließ erneut im 4-2-3-1 beginnen, ersetzte die gesperrten Henn und Erdmann durch Kofler in der Innenverteidigung sowie Neuzugang Wannenwetsch im defensiven Mittelfeld.

Doch der Matchplan war bald Makulatur. Einen schnellen Gegenangriff der Schwaben über die rechte Seite hatte Esdorf eigentlich schon  unterbunden, doch sprang ihm der Ball zu weit vom Fuß, und als er nachsetzte, war es zu spät: Statt der Kugel traf er den Ex-Rostocker Jordanov – Elfmeter, Baumgärtel vollstreckte sicher zum 1:0 (10.). Wenig später brach  Berko allein durch, Keeper Schuhen wehrte aus spitzem Winkel ab (15.). Kurz darauf Freistoß, erlesen über die Mauer gezwirbelt von Jordanov, aber ebenso klasse die Parade von Schuhen, der den Ball zur Ecke lenkte (17.).

 Das 0:2 lag in der Luft. Brand reagierte, brachte mit Platje einen weiteren Neuen für Esdorf (19.). Das ging einher mit der Systemumstellung auf 4-4-2: Platje gesellte sich nach vorn zu Ziemer, Jänicke – bis dahin zentrales Mittelfeld – spielte fortan meist auf dem linken Flügel, von wo Gardawski auf den Verteidigerposten rückte. Die Hanseaten hatten Standprobleme, rutschten und stolperten nach wie vor über den holprigen Platz, aber sie erarbeiteten sich jetzt Chancen: Ziemer kam, als Torwart Sattelmaier ins Leere griff, frei zum Kopfstoß – daneben (21.). Jänicke schloss nach Vorarbeit von Wannenwetsch mit links ab, der Schlussmann war dran (26.). Schließlich flog ein Freistoß von Garbuschewski über die Latte (42.).

In der zweiten Halbzeit allerdings verflog die Hoffnung schnell, war das, was die Ostseestädter auf den „Rasen“ brachten, größtenteils umständlich und langatmig. Hinzu kamen erschreckende technische Unzulänglichkeiten.

Der zweite Treffer für die Hellblauen war nur eine Frage der Zeit: Leutenecker traf den Pfosten (48.),  Garbuschewski unterlief ein böser Fehlpass, fast in der gleichen Aktion  schob Ahlschwede den Ball in die Füße seines Kontrahenten Gjasula (64.). Prompt fiel Sekunden später das 2:0 durch Nebihi: Hansa  nach einem Freistoß von Jordanov unsortiert und desorientiert…

Vielleicht wäre im Falle des 1:2 in der 73. Minute noch was gegangen. Da hatte der Stuttgarter Starostzik den Ball nach Eingabe von Ahlschwede in Richtung  eigenen Kasten gelenkt und ihn  hinter der Linie  rausgekratzt. Zeuge Wannenwetsch: „Ich habe ihn drin gesehen, und es waren noch gut 15 Minuten zu spielen…“ Schiedsrichter Pfeifer aber entschied: kein Tor.

So blieb es beim 0:2. Ein korrektes Ergebnis, weil  die Kickers  viel mehr Siegeswillen zeigten, während die Gäste nie  ihrer eigenen Unruhe Herr wurden.

zur Startseite

von
erstellt am 06.Feb.2016 | 16:15 Uhr

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen