zur Navigation springen

Hansa Rostock

04. Dezember 2016 | 02:59 Uhr

FC Hansa Rostock : Einer der drei gefährlichsten Klubs: Hansa

vom
Aus der Redaktion der Norddeutschen Neuesten Nachrichten

Polizei: 92 000 Einsatzstunden in der Saison

Hansa Rostock ist wegen seiner Anhängerschaft einer der drei von der Polizei in Bund und Ländern am schwierigsten eingestuften Fußballvereinen. Die Fans zeichneten sich in Teilen durch hohe Gewaltbereitschaft und große Brutalität aus.

„Mit Dynamo Dresden und Eintracht Frankfurt befindet sich Hansa Rostock in einer unrühmlichen Gesellschaft“, sagte der Präsident der Bundespolizeidirektion Bad Bramstedt, Bodo Kaping, heute in Rostock. Die Anhängerschaft reist quer durch Deutschland, in der Saison 2015/16 waren rund 15 000 Fans unterwegs. In der Saison seien 6000 Beamte eingesetzt worden – in mehr als 40 000 Einsatzstunden. Laut Innenministerium kamen von der Landespolizei noch einmal 52 000 Stunden hinzu.

Bei Hansa-Begegnungen der Vorsaison seien über 3800 Platzverweise, Sicherstellungen oder Identitätsfeststellungen notwendig gewesen. 123 Straftaten wie Körperverletzung, Raub oder Widerstand gegen Vollstreckungsbeamte wurden festgestellt, dazu kamen Vandalismus und Landfriedensbruch. Die Gewalt richte sich gegen Fans anderer Vereine, insbesondere aber gegen Polizeibeamte. Es kämen immer wieder neue und jüngere Täter dazu. Es gebe zwar ruhige Phasen, aber dann eskaliere es wieder wie jüngst in Magdeburg.

 „Wir haben alles ausprobiert, von Deeskalation und Null-Maßnahme bis zu hoher Präsenz“, betonte Kaping. Gut seien Fanreisezüge, bei denen die Sicherheitskräfte des Vereins dabei sind. „Aber auch da kommen die Züge nicht so heil zurück, wie sie losgefahren sind.“

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Themen zu diesem Artikel:

Kommentare

Leserkommentare anzeigen