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Hansa Rostock

29. Juni 2016 | 02:02 Uhr

FC Hansa Rostock : Der mit den Hunden spricht

vom
Aus der Redaktion der Norddeutschen Neuesten Nachrichten

Dennis Erdmann hat seinen Border Collies Aufträge gegeben und kümmert sich um die Streuner am Trainingsplatz

Beim Fußball-Drittligisten FC Hansa Rostock gibt es einen „Hundeflüsterer“: Innenverteidiger Dennis Erdmann muss im türkischen Lara fast täglich die streunenden Vierbeiner vom Trainingsplatz vertreiben – lautstark. Und siehe da, die Überraschungsbesucher hören auf den Abwehrmann. Der 25-Jährige hat halt ein Händchen für die  treuen Begleiter, schließlich warten in Deutschland seine beiden Border Collies Ginger und Elvis sehnsüchtig auf seine Rückkehr. „Ich war schon mal länger von ihnen getrennt, als ich bei einem anderen Verein gespielt habe, und da im Hotel wohnte“, erzählt er. Aber  er ist sich sicher, dass die beiden gut allein zurecht kommen. „Ich hab ihnen ein paar Sachen gesagt, was sie  zu Hause  tun sollen – ein bisschen aufräumen, saugen und das Futter holen sie sich von draußen rein. Spaß beiseite, sie sind bei meinen Eltern oder meiner Ex-Freundin“, sagt Erdmann schmunzelnd.  Und weiß: „Sie freuen sich  auch, wenn ich wieder komme.“

Doch seine Rückkehr verzögert sich definitiv noch bis nächste Woche Dienstag. Bis dahin teilt er sich  ein Zimmer mit  Stürmer Soufian Benyamina – und ein Bett. „Soufi und ich verstehen uns ganz gut. Wir teilen uns nur leider ein riesengroßes Bett, wir haben keine Einzelbetten, wie die anderen, sondern ein Ehebett. Aber es ist auch ganz schön, wenn wir morgens gemeinsam aufwachen, schließlich haben wir auch Meerblick. Es ist tatsächlich wie eine Hochzeitsreise, nur dass der ,Soufi‘ schon vergeben ist…“ Marotten von Benyamina habe er noch nicht miterlebt, allerdings gibt es nur ein Smartphone-Ladekabel auf dem Doppelzimmer.

Matthias Henn liegt weiterhin flach. Der Innenverteidiger hat seine Magen-Darm-Probleme noch nicht überwunden und muss im Training weiterhin kürzer treten.

Der Aufenthalt hört sich bei dem 25-jährigen Abwehrmann zwar paradiesisch an, ist es aber nicht. Denn für die Hansa-Kicker stehen noch immer zwei Trainingseinheiten pro Tag auf dem Programm sowie heute Abend noch ein Testspiel. Da fällt das Aufstehen am Morgen sicherlich schon etwas schwerer. „Morgens aufstehen ist immer schwer –  gerade auch  als Sportler. Ich hatte komischerweise noch nicht solche Probleme, wie ein paar andere Spieler. Wir  haben hier aber auch einige Abwechslungsmöglichkeiten, wir können in die Sauna oder so. Und uns ein bisschen pflegen lassen. ,Tobi’ und ,Schelle’ (Physiotherapeuten Tobias Hamann und Frank Scheller – d. Red.) sind  noch da. Die haben keinen einfachen Job:  Seit zwei Wochen arbeiten sie von morgens bis abends. Da haben wir es viel leichter, wenn wir ein, zwei Mal auf dem Platz stehen“, sagt Erdmann.

Vorstandsboss Markus Kompp ist gestern in Lara angekommen. Zuvor waren aus der Führungsetage bereits Robert Marien (Vorstand Marketing) sowie der Aufsichtsratsvorsitzende Rainer Lemmer zum Kurzbesuch im Trainingslager an der türkischen Mittelmeerküste.

Sehnsucht nach Hause hat er  scheinbar auch noch nicht und auch keine Angst vor einem Lagerkoller: „Ich habe kaum mit zu Hause telefoniert. Klar, man hat hier nicht so viele Möglichkeiten, wie in Rostock. Ich denke aber, wir sind alle ganz froh, dass wir hier bleiben konnten und nicht nach Rostock zurück mussten. Wir schauen mal, was die Tage noch bringen.“

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erstellt am 15.Jan.2016 | 06:00 Uhr

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