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Hansa Rostock

26. September 2016 | 05:39 Uhr

FC Hansa Rostock : Baumann soll Absturz verhindern

vom
Aus der Redaktion der Zeitung für die Landeshauptstadt

Der 45-Jährige soll den Fußball-Drittligisten FC Hansa Rostock wieder in die Erfolgsspur zurückführen.

Karsten Baumann soll den Supergau verhindern und den Fußball-Drittligisten FC Hansa Rostock vor dem Absturz in die Bedeutungslosigkeit der Regionalliga bewahren. Gestern wurde der 45-Jährige als Nachfolger des am Sonnabend nach dem 0:2 gegen Preußen Münster beurlaubten Peter Vollmann vorgestellt. „Wir sind froh, dass wir in der Kurzfristigkeit nach den aktuellen Ereignissen vom Wochenende, Karsten Baumann für uns gewinnen konnten. Wir hatten sehr schnelle Gespräche, die sehr gut verlaufen sind. Als ich Karsten angerufen habe, hat er gesagt, dass er sofort mit anpacken will. Das war für mich das klare Zeichen, dass er der richtige Mann für uns ist“, sagte Uwe Klein, Sportdirektor des norddeutschen Traditionsclubs.


Der elfte Coach in den vergangenen fünf Jahren


Klein und Baumann sind sich nicht unbekannt, machten sie doch 2007 zusammen den Fußball-Lehrer. „Wir hatten sieben Monate miteinander zu tun. Da lernt man sich natürlich kennen. Ich weiß, wie Uwe denkt und welche Vorstellungen er vom Fußball hat. Deshalb brauchte ich nicht lange zu überlegen“, so Karsten Baumann, den die geringe Halbwertzeit eines Trainers beim FC Hansa nicht abschreckte. Immerhin ist der gebürtige Oldenburger der elfte Coach der Rostocker in den zurückliegenden fünf Jahren. „Was hier in der Vergangenheit war, damit beschäftige ich mich nicht. Ich versuche das auszublenden und nur zu schauen, dass wir in der Zukunft Erfolg haben“, erklärte der Coach, der gestern um 14.16 Uhr den Trainingsplatz in Rostock betrat und seine erste Einheit leitete.

Baumann ist bewusst, dass ihm beim Tabellenvorletzten – 17 Punkte, lediglich vier Siege in 20 Spielen – eine heikle Mission bevorsteht. Für den von der Insolvenz bedrohten Club ist es im Grunde die letzte Chance, erst einmal sportlich wieder in ruhiges Fahrwasser zu kommen. „Ich weiß natürlich um die Schwere der Aufgabe. Aber ich bin mir sicher, dass wir mit vereinten Kräften den Klassenerhalt schaffen werden. Ich hatte viele gute Gespräche und bin absolut positiv gestimmt, dass wir das Ruder herumreißen werden“, so der Fußball-Lehrer, der aufgrund seiner Spieler- und Trainererfahrungen weiß, worauf es ankommt: „Ich versuche, alle mit ins Boot zu nehmen – die Mannschaft, die Verantwortlichen und die Fans. Es gilt, den Spielern die Angst vor dem Verlieren zu nehmen und ihnen zu vermitteln, dass Gewinnen Spaß macht. Zudem ist eine gute Ordnung auf dem Patz zwingend notwendig. Wir müssen Gegentore vermeiden. 38 sind es jetzt schon. Das sind eindeutig zu viele.“

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