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Hansa Rostock

27. September 2016 | 19:15 Uhr

Hansa Rostock : Absturz vorerst verhindert

vom
Aus der Redaktion der Zeitung für die Landeshauptstadt

Überzeugende Vorstellung des FC Hansa Rostock beim 4:1-Erfolg gegen den VfB Stuttgart II

Dieses Spiel hatte viel mehr als nur 6000 Zuschauer verdient: Mit dem 4:1 (2:0) über den VfB Stuttgart II wendete der FC Hansa den Absturz auf einen Abstiegsplatz in der 3. Liga ab. Es war die wohl bislang überzeugendste Vorstellung in dieser Saison.

Übernachtet hatten die Rostocker nach dem Freitags-3:0 von Dortmund II über Cottbus allerdings auf dem drittletzten Rang. Sie wussten also, nur ein Sieg brächte sie wieder über den Strich. Mit diesem Druck zurechtkommen sollte (und sie tat es) die gleiche Start-Elf wie eine Woche zuvor beim 2:2 gegen Osnabrück bis auf Srbeny, für den nach verbüßter Gelb-Sperre Krauße begann. Er verkörperte im 4-1-4-1-System den alleinigen „Sechser“.

Im Tor durfte wieder Brinkies ran. Richtig überraschend allerdings kam das Mitwirken des wegen Verletzung am Vortag noch „zu 99,99 Prozent“ (Zitat Trainer Vollmann) nicht einsatzfähigen Stevanovic.

Wie wichtig der 22-Jährige ist, zeigte sich schon mit dem ersten Angriff: Er schlug aus etwa 25 Metern Torentfernung von halblinks einen Freistoß zwingend in den Strafraum, Ziemer versenkte die Kugel nach 58 Sekunden zum 1:0 im Netz! Während an den Schwaben bis zur Pause eigentlich nichts furchterregend war und bei Anflügen von Gefahr FCH-Keeper Brinkies keinerlei Unsicherheit offenbarte, erarbeiteten sich die Blau-Weißen ein klares Chancenübergewicht. Dieses krönte Ziemer mit dem 2:0 nach Einleitung von Stevanovic und glänzender Vorlage des über rechts durchgebrochenen Bickel (41.). Das Ergebnis spiegelte das Geschehen in der ersten Halbzeit fast vollkommen wider.

Der FC Hansa stand, abgesehen von einigen Malen auf der rechten Abwehrseite, defensiv geordnet. Weil der Gegner zudem oft früh erfolgreich attackiert wurde, kontrollierten die Rostocker sicher das Geschehen. Und dennoch…

Einen strammen (Warn-) Schuss von Lohkemper entschärfte Brinkies (55.), doch dann kassierten die Gastgeber mal wieder wie aus dem Nichts ein Gegentor (1:2 Taschtschi per Kopf/64.). Damit nicht genug, wurde auch noch der arme Krauße bei einem Zusammenprall im Luft-Duell vom Stuttgarter Lohkemper ausgeknockt (66.), gab aber längst Entwarnung.

Aber Hansa besaß nach wie vor die Chancenhoheit und nutzte sie. Gerade noch sah Ziemer überflüssigerweise die fünfte Gelbe (am 22. November in Cottbus gesperrt), da machte er dies geschickt nach Vorarbeit von Blacha mit seinem dritten Treffer des Tages wieder gut – 3:1 (76.).

Wie zweimal jüngst beim 2:2 gegen Osnabrück traf der eingewechselte Kucukovic abermals in der Nachspielzeit (90.+2) und sorgte nach Doppelpass mit Starke für den 4:1-Endstand.

 

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