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Hansa Rostock

09. Dezember 2016 | 01:04 Uhr

Tom Trybull : 3. Liga nur bei Hansa Rostock

vom
Aus der Redaktion der Norddeutschen Neuesten Nachrichten

Cheftrainer Christian Brand testet im Trainingslager den Mittelfeldakteur Tom Trybull von der SpVgg Greuther Fürth – Leihe bis Saisonende möglich

Tom Trybull ist zurück beim Fußball-Drittligisten FC Hansa Rostock – zumindest vorerst. Mit 17 Jahren hatte er für Rostock am 23. Oktober 2010 beim 2:2 in Dresden sein Profi-Debüt gegeben. Nach 18 Einsätzen in der 3. Liga folgte der Wechsel zum SV Werder Bremen, für den er unter anderem 21-mal in der 1. Bundesliga auflief und beim Erzrivalen Hamburger SV am 18. Februar 2012 (3:1) auch ein Tor erzielte, per Kopf nach einer Ecke. Danach kamen für Trybull in anderthalb Jahren FC St. Pauli 15 Partien in der 2. Bundesliga hinzu. Der gebürtige Berliner war trotz eines Angebots auf Vertragsverlängerung von Seiten Werders zu den Hamburgern gewechselt, weil er da die größeren Aussichten auf Spielpraxis sah. Doch dann gelangte der Ex-Rostocker Thomas Meggle an die Macht, und der „hat mich einfach abgesägt, war der Meinung, dass mein Spielstil nicht zu St. Pauli passt.“ So wechselte Tom Trybull zu Beginn der aktuellen Saison zur SpVgg Greuther Fürth, kam dort jedoch nur zu einigen Einsätzen für die „Zweite“ in der Regionalliga Bayern.

„Ich habe mir nichts zuschulden kommen lassen. Mir ist immer wieder bestätigt worden, dass ich gut trainiere. Coach Stefan Ruthenbeck hat mir auch versichert, dass ich meine Chance bekomme, ich müsse nur geduldig bleiben. Aber ich durfte selbst nach zwei Niederlagen in Folge mit fünf Gegentoren nicht spielen. Das verstand ich nicht. Ich habe doch immer, wenn man mir Vertrauen geschenkt hat, das auch zurückgezahlt… So musste ich dann sagen, Leute, ich halte das nicht mehr aus, ich will einfach wieder kicken.“ Über Hansa-Chefcoach Christian Brand kam der Kontakt an die Ostsee zustande, und da ist er nun also wieder, der erst 22-Jährige. Eine Ausleihe bis Saisonende von den Fürthern, bei denen er einen Vertrag bis 2018 hat, ist angedacht.

Tom Trybull befindet sich zum sechsten Mal in einem Winter-Trainingslager. 2011 war er mit Hansa im spanischen Antequera. Mit Bremen und St. Pauli folgte viermal hintereinander Belek, und nun ist er nur etwa 30 Auto-Minuten von dort entfernt schon wieder in der Türkei. Im Team fühlt er sich wohl, zumal er Tobias Jänicke, Tommy Grupe und Johannes Brinkies von früher kennt. Mit seinem Zimmerkameraden Michael Gardawski kommt er ebenfalls klar – auch auf dem Feld, wie man beim 1:1 im Test gegen Süper-Lig-Vertreter Sivasspor sah, als die beiden das zentrale defensive Mittelfeld bildeten: „Er ist ein feiner Typ, wir verstehen uns gut. Die Mannschaft insgesamt ist total angenehm. Das Spiel hat Mut gemacht. Man sah, dass wir einen Plan haben und zusehen, ihn zu befolgen. Wir sind auf einem vernünftigen Weg und müssen das jetzt bestätigen.“

Tom Trybull sagt schon „wir“ – doch ist es für einen jungen Mann, der eigentlich erst noch alles vor sich hat, nicht eine bedenkliche Entwicklung: von der 3. Liga zur zwischenzeitlichen Stammkraft in der 1. Bundesliga und jetzt wieder zwei Etagen tiefer? „Natürlich bin ich damit nicht zufrieden, aber das Wichtigste für mich ist jetzt, dass ich wieder Praxis kriege“, sagt der frühere Jugend-Nationalspieler und fügt hinzu: „Wenn ich mich jetzt schon mal für die 3. Liga entscheide, dann lieber für Hansa Rostock als irgendeinen anderen Verein. Und wenn ich mir das nicht vorstellen könnte, hätte ich es gar nicht gemacht, wäre ich nicht hier. Wir wollten uns jetzt erst mal kennenlernen. Wenn wir zurück sind, werden der Trainer und ich besprechen, wie es weitergeht.“

Trybull fährt nach Ende des Camps erst mal mit nach Rostock. Alles, was er braucht, hat er bereits im Norden deponiert: „Mehrere Koffer sind bei meiner Freundin Anna in Hannover, ein paar Sachen habe ich in meinem Auto im Kofferraum. Es ist jedenfalls genug Wäsche vorhanden für die nächsten Wochen…“





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