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Fußball-WM

04. Dezember 2016 | 09:09 Uhr

«Ich liebe das» : Trainer Southgate ist die einzige Lösung für England

vom

Gareth Southgate soll Englands Fußball-Nationaltrainer werden, auch weil es an Alternativen mangelt. Der 46-Jährige weiß, dass es keine leichte Aufgabe wird. Unterdessen droht England eine Strafe durch die FIFA.

Englands Interimstrainer Gareth Southgate ist auf den Geschmack gekommen. «Ich liebe das», gestand er nach dem 3:0-Sieg gegen Schottland im Londoner Wembley Stadion zu seiner Aufgabe als Nationaltrainer. «Ich habe die Rolle wirklich genossen, die Verantwortung, die Herausforderung.»

Noch im Sommer hatte der ehemalige U21-Coach den Job als Nachfolger von Roy Hodgson abgelehnt - wahrscheinlich unter dem Eindruck der aus englischer Sicht enttäuschenden Europameisterschaft in Frankreich mit dem blamablen Viertelfinal-Aus gegen Island. Fünf Monate später steht Southgate nun doch vor einer dauerhaften Anstellung bei den «Three Lions».

«Das ist nicht meine Entscheidung», betonte er am Freitag nach dem Sieg in der «Battle of Britain» routinemäßig. Längst hat der 46-Jährige viele Fürsprecher, auch in der Mannschaft. «Er hat alles dafür getan, und ich bin mir sicher, dass er der Topkandidat ist», sagte Kapitän Wayne Rooney. Vor dem Spiel hatte schon Mittelfeldspieler Adam Lallana angekündigt, die Mannschaft wolle «hart kämpfen», damit Southgate auch zukünftig ihr Trainer bleibe. Lallana selbst ging mit gutem Beispiel voran und erzielte den zweiten Treffer des Abends.

Southgate ließ sich für den Erfolg gegen die Schotten feiern, weiß aber, dass das Stimmungshoch von kurzer Dauer sein kann. «Manches im Spiel war großartig, manches aber auch fahrlässig», räumte der Coach ein. Gegen die Schotten genügte die Leistung. Ob eine solche Vorstellung am Dienstag gegen Spanien reicht, ist fraglich. «Das wird ein gewaltiger Test, eine vollkommen andere Herausforderung», warnte Southgate.

An der Entscheidung des englischen Fußballverbands FA dürfte der Ausgang des Freundschaftsspiels nichts mehr ändern. Der Auswahlprozess, der am Dienstag beginnen soll, ist nur noch eine Formalie. Die Zeitung «The Guardian» nannte dafür einen weiteren Grund: «Weil es auf der Liste an weiteren Kandidaten mangelt.»

Neben der Trainer-Entscheidung wird mit Spannung erwartet, wie der Weltverband FIFA in Sachen «Poppy» entscheidet. Die rote Klatschmohn-Blüte, die viele Briten rund um den Remembrance Day an ihrer Kleidung tragen, erinnert an den Waffenstillstand im Ersten Weltkrieg. Die Spieler Englands und Schottlands trugen am Freitagabend schwarze Armbinden mit der «Poppy», obwohl die FIFA das als politisches Symbol bewertet und untersagt hatte.

Ob es womöglich eine Geldstrafe oder einen Punktabzug für die beiden Teams gibt, soll nun der Spielbeobachter der FIFA entscheiden. Das ist ausgerechnet David Griffiths, der Präsident des Walisischen Fußballverbands. Wales hatte nach der «Poppy»-Ablehnung der FIFA im WM-Qualifikationsspiel gegen Serbien (1:1) auf die Klatschmohn-Blüte verzichtet und nur schwarze Armbinden getragen.

BBC Bericht zu Southgate

The Guardian Bericht

BBC Bericht zu Southgate-Absage im Sommer

Sky Sport Bericht zu Poppy-Entscheidung

The Sun Bericht zu Poppy-Urteil

BBC Bericht zu Wales-Entscheidung

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erstellt am 13.Nov.2016 | 13:57 Uhr

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