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Fußball-WM

10. Dezember 2016 | 06:02 Uhr

Medienbericht : Kroatien & Kosovo müssen für anti-serbische Gesänge zahlen

vom

Schon wieder sollen kroatische Fans bei einem Länderspiel mit rassistischen Gesängen aufgefallen sein. Auch dem Kosovo drohen nun Strafen durch die FIFA.

Wegen extremistischer Sprechchöre ihrer Anhänger während des WM-Qualifikationsspiels könnten die Nationalmannschaften von Kroatien und Kosovo nachträglich bestraft werden.

Bei der Partie im albanischen Shkodra, die Kroatien mit 6:0 gewann, sollen die Fans beider Seiten anti-serbische Slogans gesungen haben. «Sowohl dem kosovarischen als auch dem kroatischen Fußballverband drohen jetzt FIFA-Strafen», berichtete die kroatische Tageszeitung «24Sata».

Das Spiel fand in Albanien statt, weil Kosovo keine Stadien hat, die den FIFA-Standards genügen. Kroatiens Verband HNS verurteilte das Verhalten einiger Anhänger, «das nicht im Einklang mit dem europäischen Geist von Toleranz und Respekt» stehe.

«Der HNS distanziert sich davon und verurteilt das Verhalten einer kleinen Gruppe von Individuen, das kroatischen Fußball direkt schädigt», hieß es in einer Mitteilung am Samstagabend. Schon bei der Fußball-EM in Frankreich waren kroatische Fans wiederholt auch mit rassistischen Gesängen aufgefallen, wofür der HNS zum wiederholten Male bestraft worden war. Die gegenseitige Abneigung der ehemaligen jugoslawischen Republiken äußert sich immer wieder auch im Fußballstadion.

Der serbische Fußballverband geht sogar vor dem Internationalen Sportgerichtshof CAS gegen die Aufnahme des Kosovo in die UEFA vor. Kosovo sei kein eigener Staat, gehöre auch nicht der UNO an und dürfe daher kein Mitglied der Europäischen Fußball-Union sein, argumentieren die Serben.

Noch mehr Ärger mit den Fans erwartet die von der UEFA anerkannte Anti-Rassismus-Organisation FARE für das Spiel zwischen der Ukraine und Kosovo am Sonntag im polnischen Krakau. Es bestehe «ein sehr hohes Risiko», dass in der Qualifikationsrunde «aggressiver Nationalismus» zum Ausdruck komme, sagte der FARE-Chef Piara Powar.

Bei dem Spiel am Sonntag ist eigentlich die Ukraine das Gastgeberland. Die Kosovo-Partie findet aber in Krakau statt, weil auch die ukrainische Regierung Kosovo nicht als unabhängigen Staat anerkennt.

24sata-Bericht

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erstellt am 08.Okt.2016 | 19:30 Uhr

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