zur Navigation springen

DFB Pokal

08. Dezember 2016 | 03:05 Uhr

Sieg im Elfmeterschießen : Frankfurt zieht vor Minuskulisse ins Pokal-Achtelfinale ein

vom

In einem zähen Pokalfight ist Eintracht Frankfurt am Ende glücklicher. Gegen den FC Ingolstadt zieht die Eintracht im Elfmeterschießen ins Achtelfinale ein. Nicht mal 7000 Zuschauer sehen das Spiel im Stadion.

Eintracht Frankfurt hat seinen sportlichen Aufwärtstrend auch im DFB-Pokal fortgesetzt. Im Elfmeterschießen setzte sich das Team von Trainer Niko Kovac mit 4:1 gegen den FC Ingolstadt durch und steht damit erstmals seit der Saison 2013/14 wieder im Achtelfinale.

Nach 120 Minuten hatte es vor der Minuskulisse von 6300 Zuschauern 0:0 gestanden. Wegen der Ausschreitungen bei der Erstrundenpartie in Magdeburg hatten große Teile der Commerzbank-Arena leer bleiben müssen. Der eingewechselte Mexikaner Marco Fabián sah bei den Gastgebern in der 88. Minute wegen wiederholten Foulspiels Gelb-Rot.

«Das Spiel hat sich dem Rahmen angepasst, das war ein zähes Pokalspiel», sagte Eintracht-Sportdirektor Fredi Bobic. «Am Ende der Verlängerung hatten wir das Glück auf unserer Seite, aber es zählt nur das Weiterkommen.»

Trotz des teilweisen Zuschauerausschlusses hatten rund 1000 Ultras der Hessen den Weg ins Stadion gefunden. Die Fans hatten den Dauerkarteninhabern, die normalerweise auf der Gegengerade sitzen, offenbar ihre Tickets abgekauft. So gab es doch noch etwas Unterstützung für die Frankfurter.

Die Eintracht musste kurzfristig auf Torjäger Alexander Meier verzichten. Der Routinier, der zuletzt in Hamburg zur Schonung auf der Bank gesessen hatte, fiel wegen einer Zerrung im Gesäßmuskel aus. Kovac änderte seine Mannschaft im Vergleich zum souveränen 3:0 beim HSV auf insgesamt vier Positionen und machte damit seine angekündigte Rotation wahr. «Ich brauche frische Spieler, auch am Freitag in Gladbach», hatte der Frankfurter Trainer im Vorfeld gesagt.

Doch auch das neuformierte Team knüpfte zunächst an die zuletzt guten Leistungen an und machte am Anfang viel Druck. Ein Schlenzer von Mijat Gacinovic ging knapp am Ingolstädter Tor vorbei (6.), zudem scheiterte Haris Seferovic an Gäste-Torwart Martin Hansen, der den Vorzug vor Stammtorhüter Ørjan Nyland erhalten hatte.

Der FCI beschränkte sich ausnahmslos auf die Defensive, so dass es auf beiden Seiten bis zur Pause keine Chancen mehr zu verzeichnen gab. Nach dem Seitenwechsel wurden die Gäste zunächst etwas mutiger. Erst spielte Mathew Leckie einen Konter schlecht zu Ende, dann kam Stefan Lex frei zum Schuss, traf aus knapp zwölf Metern den Ball aber nicht richtig. Die Eintracht setzte ihre unkonzentrierte Vorstellung dagegen fort. Auch die Einwechslung des zuletzt starken Mexikaners Marco Fabián nach etwas mehr als einer Stunde änderte daran nichts.

Ganz im Gegenteil: Zwei Minuten vor dem Ende flog der Angreifer wegen wiederholten Foulspiels mit Gelb-Rot vom Platz. So musste die Eintracht in Unterzahl in die Verlängerung, in der sich der grausame Fußball-Abend nahtlos fortsetzte. Erst in der zweiten Halbzeit der Zusatzschicht hab es wieder Chancen. Zunächst traf Leckie für die Gäste das leere Tor nicht (110.), dann traf Seferovic für die Eintracht per Kopf nur die Latte.

zur Startseite

von
erstellt am 25.Okt.2016 | 23:36 Uhr

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen