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Aus dem Polizeibericht

09. Dezember 2016 | 12:43 Uhr

Identität eines im Jahr 2004 endeckten Leichnams durch DNA-Analyse-Verfahren ermittelt

vom

Am Mittag des 28.06.2004 entdeckte ein Angler am Peeneufer ca. 1 km flussabwärts vom Bereich Gützkower Fähre einen menschlichen Torso. Einen Monat später, am 08.07.2004, wurde beim Fährhaus Stolpe aus der Peene ein Turnschuh mit menschlichen Geweberesten geborgen. Da sich weder die Identität noch das Geschlecht bestimmen ließen, wurden diese Leichenteile im Institut für Rechtsmedizin in Greifswald aufgebwahrt. Mit den damaligen Methoden, war es noch nicht möglich die menschlichen Leichenteile zu identifizieren. Diese konnten jetzt, nach neuen wissenschaftlichen Methoden, durch das Institut für Rechtsmedizin Greifswald untersucht werden. Aus den vorliegenden Körperteilen konnte DNA-fähiges Material extrahiert werden (molekulargenetische Untersuchung zu Feststellung des DNA-Identifizierungsmusters). Im Zusammenhang mit einer Vermisstenanzeige aus dem Jahre 1994 wurde bereits im Vorfeld DNA eines Verwandten gewonnen. Ein Vergleich ergab, dass die menschlichen Körperteile einem jungen Mann aus Gützkow zuzuordnen sind. Der damals 25-Jährige wurde am 21.05.1994 letztmalig gesehen und galt seitdem als vermisst. Es gab während des gesamten Zeitraums keine Hinweise auf ein mögliches Verbrechen.

Inhalt der Pressemitteilung der ehemaligen PD Anklam vom 29. Juni 2004: Gützkow / Torso einer Leiche in der Peene geborgen
Ein Angler aus Greifswald hat bei einer Angelfahrt am Montagnachmittag (13:30 Uhr) auf der Peene, im Uferbereich nahe der "Gützkower Fähre", den Rumpftorso einer Leiche unbekannten Geschlechts aufgefunden. Der Torso wurde von Kräften der Wasserschutzpolizei und der örtlichen Feuerwehr geborgen. Die Staatsanwaltschaft Stralsund hat eine Obduktion für Dienstag angeordnet. Nach den ersten vorliegenden Erkenntnissen der Rechtsmedizin in Greifswald vom heutigen Vormittag, handelt es sich um den Torso einer Leiche männlichen Geschlechts, der schon über mehrere Jahre im Wasser gelegen haben muss. Weitere Untersuchungen sind dazu jedoch noch in der Rechtsmedizin notwendig.
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