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Aus dem Polizeibericht

10. Dezember 2016 | 02:08 Uhr

Wismar : Berauschte Autofahrer und ein schwerer Unfall

vom

In der Nacht von Freitag auf Samstag wurden in der Hansestadt Wismar zwei Fahrzeugführer unter Einfluss von Alkohol und Drogen festgestellt

Am 26.11.2016, gegen 00:45 Uhr wollten Beamte des Polizeihauptreviers einen BMW kontrollieren. Nachdem der Streifenwagen das Signal "Stop Polizei" setzte, beschleunigte der Fahrzeugführer seinen PKW. Nach kurzer Hinterherfahrt konnte der PKW schließlich angehalten werden.

Der 28-jährige Fahrer war der Polizei bereits wegen seiner fehlenden Fahrerlaubnis bekannt. Nun kommt ein weiteres Strafverfahren dazu, weil der Mann einen Atemalkoholwert von 1,76 Promille hatte und ein durchgeführter Drogenvortest Hinweise auf eine weitere Rauschmittelbeeinflussung lieferte. Zur Beweissicherung wurde dem Fahrzeugführer eine Blutprobe entnommen.

Zu einem weitaus umfangreicheren und äußerst gefährlichen Sachverhalt kam es gegen 03:00 Uhr. Die Polizisten wurden zunächst zu einer Schlägerei in den Wismarer Stadtteil Wendorf gerufen. Hier hatte man auch mit zwei jungen Männern aus dem Raum Bützow zutun. Etwa eine Stunde später fiel einer Streifenwagenbesatzung dann ein VW mit Güstrower Kennzeichen auf, der nun angehalten und kontrolliert werden sollte. Auch dieser PKW reagierte nicht auf das "Stop Polizei"-Zeichen der Beamten. Stattdessen fuhr das Fahrzeug mit mehr als 100 km/h durch die Lübsche Straße Richtung Innenstadt. Aufgrund der großen Gefahr für Unbeteiligte ließen die Beamten den Abstand zum Vorausfahrenden größer werden. Dieser verlor schließlich die Kontrolle über sein Fahrzeug und verunfallte in einem Kreisverkehr, wo das Fahrzeug gegen eine Hauswand schleuderte.

Im Fahrzeug befanden sich vier Männer im Alter von 19, 20 und 21 Jahren. Unter ihnen befanden sich auch die beiden Männer aus dem Raum Bützow, die auf dem Rücksitz des PKW saßen. Der aus Rostock stammende Fahrer ergriff beim Anblick der Polizei die Flucht, konnte aber nach kurzer Verfolgung festgenommen werden. Er war nicht in Besitz einer Fahrerlaubnis und erklärte unter Tränen, dass er gar nicht Auto fahren könnte. Der Fahrzeugführer und die drei ebenfalls verletzten Mitfahrer wurden mit leichten Verletzungen in die Krankenhäuser Wismar und Schwerin gebracht. Weil der Fahrzeugführer seine Beteiligung am Unfall abstritt und sich auch die anderen Männer gegenüber der Polizei nicht äußern wollten, mussten nicht nur mehrere Blutproben wegen des Verdachts der Trunkenheit entnommen, sondern auch umfangreich Spuren gesichert werden. Neben der Oberbekleidung der Insassen wurde der völlig zerstörte PKW zur kriminaltechnischen Untersuchung beschlagnahmt.

Am betroffenen Haus entstand durch den Unfall ein erheblicher Sachschaden. Wie hoch dieser ausfällt, wird nur durch ein Gutachten zu klären sein.

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