zur Navigation springen

Newsticker Nord

25. Mai 2016 | 20:46 Uhr

Bildung : Studie: MV bei Weiterbildung eines der Schlusslichter

vom

Bei der Weiterbildung gehört Mecklenburg-Vorpommern einer Studie der Bertelsmann Stiftung zufolge zu den Schlusslichtern in Deutschland. Nur knapp jeder achte Beschäftigte (11,9 Prozent) nimmt demnach mindestens einmal pro Jahr Kurse, Seminare, Tagungen oder Privatunterricht wahr. Allein in Sachsen-Anhalt und dem Saarland ist die Quote noch niedriger. Das geht aus dem Deutschen Weiterbildungsatlas hervor, den die Stiftung am Mittwoch vorgelegt hat. Mit Sachsen liegt der Nordosten gleichauf. Im Bundesdurchschnitt liegt der Wert bei 13,5 Prozent. Vorne liegen die wirtschaftsstarken Bundesländer Hessen (16 Prozent), Baden-Württemberg (15,7) und Bayern (14,8).

Die Weiterbildungschancen seien in Deutschland ungleich verteilt, sagte der Vorstand der Bertelsmann Stiftung, Jörg Dräger. «Gerade die Geringqualifizierten, die am meisten profitieren könnten, haben zu geringe Weiterbildungschancen.» Immerhin kommen Menschen ohne Berufsabschluss in Mecklenburg-Vorpommern etwas häufiger als anderswo in den Genuss von Weiterbildungen. 7,1 Prozent nehmen den Angaben zufolge mindestens einmal im Jahr teil - bundesweit sind es nur 6,7 Prozent.

«Der Deutsche Weiterbildungsatlas zeigt: Sowohl die Qualifikationen der Bevölkerung als auch die Wirtschaftskraft vor Ort wirken sich positiv auf die Weiterbildungsteilnahme aus», stellen die Experten der Bertelsmann Stiftung in ihrem Weiterbildungsatlas fest. Die Stiftung nutzte für ihre Untersuchung Daten der jährlichen bundesweiten Haushaltsbefragung Mikrozensus. Dafür wird ein Prozent der Bevölkerung befragt zu ihren Lebensumständen befragt.

Der grundsätzliche Trend bei der Weiterbildungsteilnahme ist in Mecklenburg-Vorpommerns Bevölkerung leicht negativ, wie es weiter hieß. «Von 2007 bis 2012 nahm die Beteiligungsquote um 1,6 Prozentpunkte ab», hieß es. Bundesweit habe es hingegen kaum eine Veränderung gegeben.

Auch die regionalen Quoten innerhalb des Landes liegen ausnahmslos unter dem Bundesdurchschnitt. Die höchsten Werte erzielten die Regionen Mittleres Mecklenburg/Rostock (13,3 Prozent) und Vorpommern (12,3 Prozent). Die niedrigsten Teilnahmequoten verzeichnen Westmecklenburg (10,9 Prozent) und die Mecklenburgische Seenplatte (11,3 Prozent).

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Kommentare

Leserkommentare anzeigen