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Newsticker Nord

29. September 2016 | 07:02 Uhr

Volleyball : Spitze verpasst: Schweriner SC kassiert 0:3 bei Meister Dresden

vom

Der deutsche Rekordmeister Schweriner SC hat den Sprung zurück an die Tabellenspitze der Volleyball-Bundesliga der Frauen verpasst. Die Mecklenburgerinnen kassierten am Samstagabend im Spitzenspiel bei Meister Dresdner SC vor 3000 Zuschauern in der ausverkauften Margon Arena nach nur 72 Spielminuten eine glatte 0:3 (23:25, 20:25, 10:25)-Niederlage und haben mit 38 Zählern als Zweiter nun drei Punkte Rückstand auf den Titelverteidiger aus der Elbmetropole. «Um gegen Dresden zu gewinnen, brauchen wir eine gute taktische Vorbereitung, müssen frisch ins Spiel gehen und dann 110 Prozent Leistung bringen. All diese Voraussetzungen haben uns heute gefehlt», sagte Trainer Felix Koslowski.

Die Norddeutschen waren erst am späten Freitagabend knapp 16 Stunden vor dem Anpfiff zum prestigeträchtigen Gipfeltreffen von ihrem Europapokalauftritt aus dem ukrainischen Juschne in der Nähe von Odessa in der sächsischen Landeshauptstadt eingetroffen. Alles andere als eine gute Voraussetzung für ein Top-Spiel gegen einen Top-Gegner auf Top-Niveau. «Uns fehlte die Spritzigkeit und die Kraft, meine Spielerinnen waren einfach kaputt», sagte der 31-jährige SSC-Cheftrainer.

Dabei deutete anfangs nichts auf eine so klare Niederlage hin. Beide Seiten begannen mit viel Risiko im Aufschlagspiel, um die jeweils andere Seite frühzeitig unter Druck zu setzen und zu Fehlern zu zwingen. Doch keine der beiden besten deutschen Mannschaften konnte sich hier einen entscheidenden Vorteil erarbeiten. Schwerin ließ nach einer 17:16-Führung Dresden plötzlich bis zum 23:18 enteilen und kämpfte sich dann noch einmal heran, ein Satzgewinn war aber nicht drin. 

Im zweiten Durchgang lief der zehnfache deutsche Meister den Gastgeberinnen dann durchweg hinterher. Schaffte Schwerin zwischenzeitlich doch einmal den Ausgleich, zog Dresden das Tempo wieder an. Zwar kämpfte sich der SSC vom 14:18 noch einmal auf 19:20 heran, doch dieser gute Lauf wurde durch einen von insgesamt acht Aufschlagfehlern unterbrochen. Der dritte Durchgang war dann beinahe nur noch Formsache. Druckvolle Dresdner Aufschläge zogen der Schweriner Ballannahme komplett den Nerv, der SSC hatte nichts mehr entgegenzusetzen.

«Wir haben gekämpft, viel probiert und sind immer wieder zurückgekommen. Am Ende ließ auch noch die Konzentration nach», bemerkte Koslowski. «In Sachen Frische und Präzision haben wir es heute besser gemacht als der Gegner, der aufgrund der langen Reise natürlich nicht zu gewohnter Form aufgelaufen ist», sagte DSC-Trainer Alexander Waibl.  

So konnte Janine Völker auch der Ehrung als beste Schweriner Spielerin nicht viel abgewinnen. «Ein Sieg wäre mir natürlich lieber gewesen. Aber zu viele unserer Angriffe blieben im Dresdner Block hängen. Dann haben wir uns in ein Loch gespielt und wurden einfach mutlos», sagte die 24-Jährige.

Website Schweriner SC

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