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Newsticker Nord

30. September 2016 | 01:50 Uhr

Prozesse : Prozess gegen KZ-Sanitäter wegen Krankheit ausgesetzt

vom

Ein ehemaliger SS-Mann ist am Montag in Neubrandenburg auch im zweiten Anlauf nicht zu seinem Prozess wegen Beihilfe zum Mord im KZ Auschwitz erschienen. Eine Amtsärztin habe den 95 Jahre alten Angeklagten am Montagmorgen für verhandlungsunfähig erklärt, sagte der Vorsitzende Richter. Die Kammer zog sich zur Beratung zurück. Es werde überlegt, ob der Prozess ausgesetzt werde, um den Angeklagten umfassend untersuchen zu lassen, erklärte der Richter.

Der Prozess gegen einen ehemaligen SS-Sanitäter in Neubrandenburg wegen Beihilfe zum Mord im KZ Auschwitz ist auch im zweiten Anlauf ausgesetzt worden. Eine Amtsärztin habe den 95 Jahre alten Angeklagten am Montagmorgen wegen Bluthochdrucks und anderer Leiden für nicht verhandlungsfähig erklärt, sagte der Vorsitzende Richter Klaus Kabisch. Er ordnete eine umfassende internistische und kardiologische Untersuchung des Mannes in einer Klinik an. Von dem Ergebnis hängt der weitere Verlauf des Verfahrens ab. Im ersten Anlauf Ende Februar war der Prozess auch vertagt worden, weil der Angeklagte krank war. Die Staatsanwaltschaft wirft dem Mann Beihilfe zum Mord in mindestens 3681 Fällen vor.

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