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Mecklenburg-Vorpommern

28. August 2016 | 14:14 Uhr

SEK-Einsatz in Rostock : Zugriff nach Amoklauf-Ankündigung

vom

Spezialeinheit der Polizei überwältigt 30-Jährigen. Der Mann hatte angekündigt, die Mitarbeiter des Sozialamts mit einer Axt zu erschlagen

Nach der Ankündigung eines Amoklaufs im Sozialamt Nordwesten Rostocks haben Polizisten einer Spezialeinheit am Mittwochmorgen einen 30 Jahre alten Mann in dessen Wohnung in Groß Klein überwältigt.

Er hatte den Mitarbeitern des Amtes gedroht, sie mit einer Axt erschlagen zu wollen, weil diese ihm am Tag zuvor perspektivisch alle Sozialbezüge gestrichen hatten. Das wollte der Mann offenbar absolut nicht akzeptieren, drehte stattdessen durch. Der Zugriff erfolgte nach einem etwa einstündigen Katz-und-Maus-Spiel, das der Mann mit den Beamten spielte. Die waren gegen 7 Uhr mit mehreren Streifenwagen im Sprengmeisterweg vorgefahren, nachdem der Rostocker seinen Amoklauf angekündigt hatte. Auf das Klingeln an der Haustür reagierte er äußerst aggressiv und drohte, die Beamten mit einem Beil anzugreifen. Daran, die Tür widerstandslos aufzumachen, dachte er gar nicht.

Die Polizei sicherte deswegen zunächst den Bereich um das Wohnhaus im Rostocker Nordwesten mit einem Großaufgebot ab. Unterdessen zeigte sich der Mann mit einer Halloween-Maske vor dem Gesicht am Fenster.

Er verhandelte mit dem Einsatzleiter, verhöhnte dabei immer wieder die Einsatzkräfte und warf  Zettel mit abstrusen Forderungen herunter. Das ließen sich die Beamten nicht lange gefallen. Sie forderten die Spezialeinheit an, die sich – für den Mann nicht erkennbar –  hinter dem Haus bereit für den Zugriff machte.

Fast ein Dutzend Polizisten stürmten kurze Zeit später das Mehrfamilienhaus und öffneten mit einer Ramme die Tür zur Wohnung des Drohenden. Er wurde überwältigt und am Ende widerstandslos festgenommen. Verletzt wurde bei diesem Einsatz niemand, der junge Mann kam zunächst ins Zentralgewahrsam. Nach einer ärztlichen Untersuchung wurde er später zwangsweise in eine Klinik eingewiesen, wo er nun weiter behandelt wird. Nach Angaben der Polizei leidet er unter psychischen Problemen, die ein Mitauslöser für seinen Ausraster sein könnten. 

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erstellt am 06.Aug.2014 | 12:15 Uhr

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