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Wirtschaft MV

28. August 2016 | 00:21 Uhr

Nestle in Schwerin : Wo Kaffee in Kapseln kommt

vom
Aus der Redaktion der Zeitung für die Landeshauptstadt

Schwerin wird größter Standort für die Dolce Gusto Kapseln in Europa. Werkseröffnung am 5. September

Die Landeshauptstadt inmitten der sieben Seen wird zur Kaffeehochburg: 150 000 Kilogramm Grünkaffee wurden seit dem Start des Testbetriebes Mitte März im Nescafé Dolce Gusto Werk in Schwerin angeliefert. Der Kaffee kommt in großen Säcken über den Hamburger Hafen aus Brasilien, Kolumbien oder Vietnam und verlässt das Werk im Industriepark am Rande der Stadt verpackt und verpulvert in kleinen Kaffeekapseln, um deutschlandweit verkauft zu werden. Der Export nach Ost- und Nordeuropa ist geplant.

In einem Monat ist der offizielle Start. Am 5. September geht es aus der Richtphase in die Produktionsphase. Derzeit rösten und mahlen 160 Mitarbeiter – im Werk in Schwerin qualifiziert – die grünen Bohnen, füllen sie in Kapseln ab und verpacken diese. Sie warten die Anlagen und sorgen für eine reibungslose Auslieferung – noch im Zweischichtsystem. Am Ende der Aufbauphase werden über 400 Arbeitsplätze stehen und eine Gesamtinvestition von 220 Millionen Euro. Bis Jahresende werden im Vierschichtsystem an vier Linien Kaffeekapseln hergestellt.

Der Zuschuss vom Wirtschaftsministerium in Schwerin beträgt 20 Millionen Euro. „Ich freue mich, dass es soweit ist“, sagt Wirtschaftsminister Harry Glawe (CDU) unserer Redaktion. „Die Neuansiedlung des Welternährungskonzerns Nestlé ist ein positives Zeichen für das Vertrauen in den Wirtschaftsstandort Mecklenburg-Vorpommern. Nach kompletter Fertigstellung wird das Werk zu einem der größten Arbeitgeber in der Region.“ Schwerin wird – nach Girona (Spanien) und Tutbury (Großbritannien) – dritter und größter Produktionsstandort für die Nescafé Dolce Gusto Kapseln. 300 Millionen Kaffeekapseln werden in diesem Jahr das Werk verlassen. Zwei Milliarden Kapseln ist die für Schwerin angestrebte Jahresproduktion. Der Schweizer Konzern ist der größte Lebensmittelhersteller der Welt.

„Ich bin sehr stolz auf das gesamte Team, das großartige Arbeit geleistet und das Werk zum Laufen gebracht hat“, sagt Werkleiter Jens Ehrhardt, der als Ingenieur und leitender Projektmanager von Anfang dabei ist. Bundeskanzlerin Angela Merkel, die bei der Grundsteinlegung mit Nestlé Chef Paul Bulcke einen Kaffee schlürfte, wird dieses Mal das Feld allerdings örtlichen Politikern überlassen.



 

 

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