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Wirtschaft MV

25. August 2016 | 15:17 Uhr

“FOOD ACADEMY“ GEGRÜNDET : Ernährungsbranche bündelt Kräfte neu

vom
Aus der Redaktion der Zeitung für die Landeshauptstadt

„Food Academy“ am Montag Abend in Boizenburg gegründet. Der Verein soll nicht nur den Fachkräftemangel lindern.

Die Ernährungswirtschaft im Westteil Mecklenburgs hat gestern Abend in der Boizenburger Bonbonfabrik „Sweet Tec“ eine neue Ära der Zusammenarbeit gestartet. Nach sechsjähriger Vorbereitungszeit wurde die Gründung der Vereins „Food Academy“ offiziell gefeiert. Ziel ist es, gemeinsam in der Nachwuchssicherung sowie bei der Aus- und Weiterbildung voranzukommen. Zugleich will die nach Beschäftigtenzahl und Umsatz wichtigste Branche im Land ihre Kräfte bündeln, ihre Produkte national und weltweit besser vermarkten und spürbar an ihrem Image arbeiten.

Ministerpräsident Erwin Sellering nahm das Vorhaben der meist großen Firmen so ernst, dass er dieses Thema zur Chefsache machte und dem neuen Verein gestern persönlich den Rücken stärkte. „Das hier ist ein starkes Signal einer starken Branche. Hier unternehmen Firmen etwas gegen den schon sehr spürbaren Fachkräftemangel und ich hoffe, dass sich weitere Unternehmen in diesem Land anschließen werden.“

Gründungsmitglieder der Akademie, die sich vor allem als Plattform zur Bündelung der Kräfte versteht, waren die Betriebe Dr. Oetker aus Wittenburg, Nestlé mit dem Standort Schwerin, riha Weser Gold aus Dodow, SternMaid aus Wittenburg sowie Sweet Tec und Toffee Tec aus Boizenburg. Diese Firmen repräsentieren zusammen 2200 Mitarbeiter. Vorstandsvorsitzender Oliver Schindler will schon in den kommenden Wochen so viele Mitglieder dazu gewinnen, dass die Zahl von 4000 Mitarbeitern überschritten wird.

Am Ende führte die in einer Region arbeitenden Betriebe die Erkenntnis zusammen, dass es wenig Sinn macht, sich die Mitarbeiter gegenseitig abzuwerben, sondern besser ist, gemeinsam etwas gegen den Fachkräftemangel und für die Qualifizierung der eigenen Leute zu tun. Das Angebot des Staates in Sachen Ausbildung, das wurde in der von NNN-Chefredakteur Michael Seidel moderierten Runde deutlich, reicht dafür nicht mehr aus.

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