zur Navigation springen

Wirtschaft MV

09. Dezember 2016 | 03:01 Uhr

Fast-Food-Streit : Burger King schließt 89 Filialen

vom
Aus der Redaktion der Zeitung für die Landeshauptstadt

Im Fast-Food-Streit bei Burger King hat der geschasste Franchisenehmer Yi-Ko seine 89 Restaurants gezwungenermaßen dichtgemacht. Die Filialen sollen nun vorerst geschlossen bleiben, wie der Interimsgeschäftsführer von Yi-Ko, Dieter Stummel, gestern sagte. Die Restaurants hätten praktisch keine Möglichkeit, den Betrieb aufrecht zu erhalten, weil Burger King ihnen per Einstweiliger Verfügung die weitere Verwendung von Markennamen und Logos untersagt habe. Die rund 3000 Beschäftigten des Franchisenehmers müssen damit um ihre Jobs bangen.

Am Donnerstag werde der Gesamtbetriebsrat der betroffenen Filialen über die Situation beraten, sagte Gastronomie-Experte Guido Zeitler von der Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten. Die Gewerkschaft lädt die Beschäftigten zudem zu Informationsveranstaltungen ein, bei denen über mögliche Lösungen des Konflikts und über deren Auswirkungen diskutiert werde.

Diese Entwicklungen werden für die Mitarbeiter der zwölf Burger-King-Filialen in Mecklenburg-Vorpommern keine Auswirkungen haben. „Betroffen sind ausschließlich die Yi-Ko-Filialen“, sagte Stefan Rybkowski, Sprecher von Burger Kind in Deutschland, auf Nachfrage unserer Redaktion. Im Durchschnitt arbeiten 35 Mitarbeiter in den Restaurants der Fast-Food-Kette. „Jeder Franchisenehmer listet seine Mitarbeiter alleine, daher ist er auch für diese verantwortlich. Wir wollen trotzdem dafür sorgen, dass die Ereignisse keinen Einfluss auf die Arbeit in anderen Filialen nehmen“, so Rybkowski.

Nach dem Wirbel um Hygienemängel und schlechte Arbeitsbedingungen, die durch einen Bericht des Privatsenders RTL Ende April dieses Jahres bekannt wurden, hatte Burger King die Verträge mit dem Lizenznehmer Yi-Ko vergangene Woche fristlos gekündigt.

Das Landgericht München bestätigte derweil den Erlass der Einstweiligen Verfügung. Der Franchisenehmer habe dagegen Widerspruch eingelegt, sagte die Gerichtssprecherin. Darüber müsse nun mündlich verhandelt werden, ein Termin dafür stehe aber noch nicht fest.

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Themen zu diesem Artikel:

Kommentare

Leserkommentare anzeigen