zur Navigation springen

Mecklenburg-Vorpommern

01. Juli 2016 | 20:49 Uhr

Koalition uneins : Wirbel um Polizeieinsätze beim Fußball

vom
Aus der Redaktion der Zeitung für die Landeshauptstadt

Unmittelbar vor der nächsten Konferenz der Innenminister ist die Debatte um die Kostenbeteiligung der Proficlubs an Polizei-Einsätzen in Schwerin neu entbrannt. Die SPD-Fraktion ist dafür, die CDU lehnt es weiterhin ab. Der Ton wird rauer.

In der Schweriner Regierungskoalition schwelt offenbar ein heftiger Streit um die Polizeieinsätze bei Fußballspielen. SPD-Fraktionschef Norbert Nieszery forderte gestern, die Profivereine per Landesgesetz an den Kosten zu beteiligen. Er könne nicht nachvollziehen, warum Innenminister Lorenz Caffier (CDU) ein solches Gesetz blockiere.

Es gehe nicht an, dass etwa der FC Hansa Rostock hohe Gehälter an Spieler und Trainer zahle, die Kosten für die Polizeieinsätze und die von Randalierern verursachten Schäden aber „vergesellschaftet werden“. So lange das Problem nicht bundesweit geregelt werde, müsse Mecklenburg-Vorpommern vorangehen und wie Bremen Gebühren von den Vereinen verlangen. Das sei keineswegs gegen den Breitensport gerichtet, sagte der SPD-Fraktionschef.

Caffier konterte, das Bremer Gebührenmodell sei nicht geeignet, der Polizei im Umgang mit Fußballgewalt zu helfen. Da sei er sich mit fast allen Innenministern der Bundesländer einig. Vielmehr bestehe die Gefahr, mit solch einer Regelung eine „Sippenhaft für alle Sport-, Musik- und Kulturveranstaltungen durch die Hintertür einzuführen“. Dazu gehörten dann auch Dorf- und Feuerwehrfeste. Das sei aber mit dem Grundgesetz nicht zu vereinbaren, sagte Caffier.

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen