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Mecklenburg-Vorpommern

09. Dezember 2016 | 01:05 Uhr

Wirtschaft in MV : Werftenwelt noch nicht heil

vom
Aus der Redaktion der Zeitung für die Landeshauptstadt

Schiffbauer konnten Auswirkungen der Krise von 2008 nicht vollständig kompensieren

Die Werften in Mecklenburg-Vorpommern haben die Auswirkungen der jüngsten Schiffbau- und Schifffahrtskrise noch nicht kompensieren können. Der Umsatz in dieser Sparte betrug  im Jahr 2013 mit 584 Millionen Euro nur noch 30 Prozent des Jahres 2008, als der höchste Umsatz erzielt wurde, heißt es im Branchenmonitor, der gestern bei der 6. Maritimen Zukunftskonferenz des Landes in Rostock vorgestellt wurde. Allerdings wurde eine leichte Umsatzsteigerung im Vergleich zu 2012 registriert.

Die Probleme der Branche seien hauptsächlich durch die Volkswerft Stralsund gekennzeichnet. „Zur Zeit arbeiten dort knapp 100 Leute“, sagte Wirtschaftsminister Harry Glawe (CDU). Diese Zahl soll auf knapp 200 aufgestockt werden. In der Werft sollen dann Teile einer Offshore-Plattform gefertigt werden.

Gut gehe es dagegen der Peene-Werft in Wolgast, sagte Glawe. Die Auftragslage sei positiv, wahrscheinlich werden noch weitere Mitarbeiter eingestellt, um das Auftragsvolumen von 1,3 Milliarden Euro abzuarbeiten.

Nach Worten von Ministerpräsident Erwin Sellering (SPD) ist die Energiewende die große Chance für die maritime Wirtschaft. Die Energiewende werde nur gelingen, wenn große leistungsfähige Windparks vor der Ostsee- und Nordseeküste entstehen, die große Mengen an Strom liefern können. „Ich bin davon überzeugt: Wenn ein Industrieland wie Deutschland den Ausstieg aus der Atomenergie und den weitgehenden Umstieg auf die erneuerbaren Energien schafft, dann werden andere Länder diesem Beispiel folgen.“ Das sei die Chance für Mecklenburg-Vorpommern.

Der CDU-Bundestagsabgeordnete Eckhardt Rehberg forderte die maritime Wirtschaft auf, sich verstärkt um Forschung und Entwicklung zu kümmern. „Die Branche hat so viele Facetten. Das Zukunftspotenzial ist riesig“, sagte er. Die Forschungsetats von Bund und Land seien gut aufgestellt. Beim Wirtschaftsministerium gebe es Innovationsbeihilfen für maritime Technologien. Es gehe vor allem darum, für junge Menschen das Signal zu setzen, dass trotz aller Schwierigkeiten eine aufstrebende Branche am Werk ist.

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